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Herrschaftliches Gebäude erwacht aus Dornröschenschlaf

Am Palaisplatz Herrschaftliches Gebäude erwacht aus Dornröschenschlaf

„Die vorhandene Bausubstanz ist hervorragend“, sagt Jens Funck, Projektleiter bei der CG Gruppe AG. Das denkmalgeschützte Gebäude der Brandversicherungsanstalt am Palaisplatz gehört mit seiner Sandsteinfassade und den Jugendstilelementen zu den schönsten erhaltenen Bauwerken des Neoklassizismus in Dresden.

„Hervorragende Bausubstanz“: Das Gebäude der Brandversicherungsanstalt am Palaisplatz.

Quelle: D. Flechtner

Dresden. „Die vorhandene Bausubstanz ist hervorragend“, sagt Jens Funck, Projektleiter bei der CG Gruppe AG. Das denkmalgeschützte Gebäude der Brandversicherungsanstalt am Palaisplatz gehört mit seiner neobarocken Sandsteinfassade und den Jugendstilelementen zu den schönsten erhaltenen Bauwerken des Neoklassizismus in Dresden. Das frühere Bürogebäude steht seit Jahren leer – doch damit soll es bis 2018 vorbei sein. Die CG Gruppe AG will in dem Altbau und dem Neubau-Quartier entlang der Theresienstraße ca. 225 Wohnungen und rund 150 Stellplätze schaffen, wie Funck ankündigt.

Die gut erhaltene Bausubstanz hat eine unangenehme Nebenwirkung: „Wir müssen Streife laufen und das Gebäude aufwendig sichern“, so der Projektleiter. Regelmäßig hatten sich in den vergangenen Wochen ungebetene Gäste einquartiert. Bis zu 30 Ausländer seien bei Kontrollen von der Polizei des Gebäudes verwiesen worden. „Wir erstatten Anzeige wegen Hausfriedensbruch“, erläutert Funck das Vorgehen des Investors. Der langjährige Leerstand habe bereits Spuren hinterlassen, denen keine neuen durch unbefugte Nutzer hinzugefügt werden sollten.

„Wir freuen uns auf dieses Projekt“, erklärt Funck, der Bauantrag für den Altbau werde noch dieses Jahr eingereicht. Errichtet die CG Gruppe AG überwiegend Mietwohnungen, so sollen im herrschaftlichen Altbau Eigentumswohnungen entstehen. Im Dachgeschoss sind zwei Penthousewohnungen mit Dachterrassen geplant, die einen Blick über Elbufer und Stadt bieten. In den anderen Etagen entstehen Zwei- bis Vierraum-Wohnungen.

In den Neubauten werden etwa 180 Wohnungen Platz finden, kündigt der Projektleiter an, architektonisch werde die Solitärstruktur entlang der Theresienstraße fortgeführt. „Mit der neuen Bebauung wird das gesamte Quartier in sich geschlossen“, erklärt Funck den städtebaulichen Reiz des Vorhabens. Es würden zwei einzelne Baukörper und ein dritter als Übergang zum Altbau entstehen. „Für die Planungen der Fassaden werden wir wieder sehr eng mit dem Stadtplanungsamt zusammenarbeiten. Zudem sind wir sehr erfreut über die angenehme und konstruktive Zusammenarbeit mit den anliegenden Nachbarn“, so Funck.

Es gebe bereits sehr viele Anfragen von Dresdnern, die großes Interesse an dem Bauvorhaben hätten, so Funck. „Wir glauben, dass es in diesem Areal noch an schönen Wohnungen fehlt. Das werden wir ändern.“ Rund 67 Millionen Euro will die CG Gruppe AG in die „Königshöfe am Palaisplatz“ investieren. Für den Altbau und einen kleines Teil des Neubaus arbeitet der Investor mit Seidel + Architekten aus Pirna zusammen, für den Neubau mit dem Büro Fuchshuber Architekten aus Leipzig.

Die CG Gruppe AG plant in Dresden mit sechs Vorhaben den Bau von rund 1100 Wohnungen. Dabei stehen die „Weißeritz-Gärten“ in Friedrichstadt kurz vor der Fertigstellung. In den nächsten Jahren will das Unternehmen 2000 bis 3000 Wohnungen in der Landeshauptstadt errichten, wie der Vorstandsvorsitzende Christoph Gröner kürzlich auf einem Forum ankündigte.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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