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Helferinnen organisieren Zoobesuch in Dresden für Kinder aus Notunterkünften

Helferinnen organisieren Zoobesuch in Dresden für Kinder aus Notunterkünften

Von Elefanten, Affen und Ziegen konnten die Kinder, die aufgrund des Hochwassers in Notunterkünften in und um Dresden untergebracht sind, in den letzten Tagen nur träumen.

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Mit 20 Kindern und etlichen Betreuern besuchten Paulina Jüttner (rechts) und Johanna Trobisch (links) am Sonntag den Dresdner Zoo.

Quelle: Dominik Brüggemann

Pauline Jüttner und ihre Freundin Johanna Trolig halfen den Flutopfern daher kurzerhand mit einem Besuch im Zoo.

 „Zunächst haben wir im Zoo angerufen und gefragt, ob wir kostenlos mit einer Gruppe Kinder die Tiere besichtigen können“, berichtet die 21-jährige Studentin Jüttner, die schon die ganze Woche über als freiwillige Fluthelferin in Dresden im Einsatz ist. Die Reaktion dort kam einer Mitarbeitern schneller über die Lippen, als es der offizielle Weg erlaubt. „Aber sicher doch, sagen sie uns einfach wie viele und wann sie zu uns kommen“, hieß es vom Zoo an der Tiergartenstraße.

Als auch Direktor Karl-Heinz Ukena seine offizielle Erlaubnis gab, konnten sich die beiden an die schnelle Umsetzung machen Via des sozialen Netzwerks Facebook riefen sie auf den entsprechenden Fluthilfe-Seiten zu dem Besuch auf und suchten Kinder aus Unterkünften. Was in den folgenden zwei Stunden passierte, findet Jüttner immer noch faszinierend. „Die Telefone klingelten laufend und wir hatten rasch 20 Eltern zusammen, die sich als Betreuer zur Verfügung stellten.“

Einzig die Kinder fehlten. „Es war nicht leicht, die zuständigen Ansprechpartner zu ermitteln, oder die Hallen direkt zu erreichen“, so Jüttner. Bis zum Sonnabend hatten sich jedoch insgesamt 47 Kinder und Eltern aus Dresden, Heidenau und Pirna gefunden, die am Sonntag in den Zoo kommen wollten. Leider mussten neun Kinder aus Heidenau auf den Ausflug verzichten, da der Fahrer erkrankte. Die restlichen Kinder konnten jedoch beim Füttern der Ziegen ihre Sorgen vergessen.

„Die Hilfe in dieser Stadt ist einzigartig“, beschrieb Betreuer Tony Melzer, das Engagement der beiden jungen Frauen. Er selbst sei seit vergangenem Montag laufend unterwegs gewesen. „Ich habe überall geholfen, wo Leute benötigt wurden, habe Sandsäcke gefüllt und ein Altenheim in Kötzschenbroda vor der Flut geschützt.

Was dort passierte, löst bei ihm immer noch Gänsehaut aus. Erneut via Facebook wurden dort Leute gesucht, schildert er die Situation. Er war einer der ersten und forderte digital die Verstärkung. Die kam umgehend und wenige Stunden später forderten sie Essen für die hungrigen Helfer an. „Da stand innerhalb von 20 Minuten ein wahres Buffet“, sagt Melzer, der die phänomenale Hilfe kaum fassen konnte. Den Besuch im Zoo nutzte er, um seine Tochter wieder zusehen und mit ihr die Affen, Elefanten und Ziegen anzuschauen. Dank der beiden Helferinnen, war dies der erste Tag seit einer Woche, an der entspannen konnte.

Dominik Brüggemann

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