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Heizölpreise in Dresden sind dank Syrien um 15 Prozent gefallen

Heizölpreise in Dresden sind dank Syrien um 15 Prozent gefallen

Nach Angaben des Energiehändlers "Präg" sind die Preise für Heizöl im Raum Dresden deutlich gefallen. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, kostete ein Liter Heizöl Anfang Oktober knapp 85 Cent.

Das entspricht einer Senkung um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Ausschlaggebend für die Entspannung bei den Preisen ist unter anderem der abgewendete militärische Eingriff der USA in Syrien sowie die jüngste Annäherung zwischen Amerika und dem Iran", meint Präg-Geschäftsführer Marc Deisenhofer.

Folgt man seinem Rechenbeispiel, spart eine vierköpfige Familie aus Dresden mit einem jährlichen Verbrauch von 3000 Litern rund 450 Euro. Mathias Wagner, der Sprecher des Mietervereins Dresden und Umgebung, bleibt allerdings skeptisch. "Wenn die Heizölpreise jetzt fallen, geschieht das offensichtlich in einem Rahmen, der die Steigerungen der letzten zwei Jahre gerade mal kompensiert. Für die Dresdner Mieter dürften die Auswirkungen ohnehin eher gering sein", meint er auf DNN-Anfrage.

Einerseits gibt es in der sächsischen Landeshauptstadt nur wenig Ölheizungen. Die kommunale Bürgerumfrage aus dem Jahr 2010 ermittelte einen Anteil von etwa acht Prozent. Bundesweit heizt dagegen nahezu jeder dritte Deutsche mit Öl. "Zum anderen sind für die Heizkosten des Mieters nicht nur die Brennstoffkosten maßgeblich, sondern darüber hinaus eine Reihe von Nebenkosten, etwa für den Betriebsstrom und den Messdienst", betont Wagner. Für die tatsächlichen Kosten komme es auch darauf an, welche Vertragsbedingungen ein Gebäudeeigentümer mit seinem Öllieferanten ausgehandelt hat, zu welchem Zeitpunkt er das Heizöl kauft und wie lange der Vorrat reicht. "So wird derjenige, der sich frühzeitig bevorratet hat, wenig von derzeitigen Preissenkungen haben, wenn seine Tanks voll sind. Auch wer im Winter nachkaufen muss, wird in der Regel mehr bezahlen müssen als im Sommer", beschreibt der Sprecher des Mietervereins.

Falls ein Vermieter erst im allerletzten Moment einen ausreichenden Heizölvorrat für den Winter anlegt, verstößt er gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot. Dies nachzuweisen, ist allerdings sehr schwierig.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.10.2013

Christoph Stephan

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