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Heiße Phase beim Umbau des Dresdner Kulturpalastes beginnt

Heiße Phase beim Umbau des Dresdner Kulturpalastes beginnt

Die Städtischen Bibliotheken sollen im Dezember 2016 in den Kulturpalast einziehen. Diesen Termin nannte jetzt Axel Walther, Geschäftsführer der Kommunale Immobilien Dresden GmbH & Ko KG (KID), die für den Umbau der 1969 eingeweihten Stadthalle verantwortlich ist.

"Wir haben kein Problem mit Bauverzug, sondern liegen gut im Terminplan", so Walther.

Während der Umzug der Bibliotheken relativ problemfrei zu bewältigen ist, gibt es bei der geplanten Eröffnung des Konzertsaals im März 2017 viel zu bedenken. "Der Auftakt soll ja ein Knaller werden. Um die entsprechenden Künstler zu buchen, ist aber ein großer Zeitvorlauf erforderlich." Walther muss sich schon jetzt auf einen Eröffnungstag festlegen, was riskant ist. "Wir machen uns deshalb schon darüber Gedanken, wie die Abnahme des Gebäudes funktioniert."

Wie umfangreich wird das umgebaute Gebäude von den Sachverständigen geprüft? Sind einzelne Teilabnahmen möglich? Wieviel Zeit kostet das? Fragen, deren Antwort den Eröffnungstermin mit beeinflussen. Auch an kleinere Details müssen die Kulturpalast-Sanierer denken. Die neue Orgel etwa wird in den neuen Konzertsaal eingebaut und muss dann gestimmt werden. Das setzt aber voraus, dass der Saal voll funktionsfähig ist.

Während die Bauarbeiter am und im Kulturpalast noch das Sagen haben, muss die KID jetzt vor allem koordinieren. Die Stadt will die Außenanlagen des Kulturpalastes ab nächstes Jahr neu gestalten (DNN berichteten), dort steht aber die Baustelleneinrichtung für die Sanierung des Gebäudes. Auf der anderen Seite dürfen die Wege zur Stadthalle nicht aufgewühlt sein, wenn sie Anfang 2017 eröffnen soll. "Dann würden wir wegen fehlender Fluchtwege keine Abnahme erhalten. Wir müssen schauen, dass wir mit der Stadt nicht ins Gehege kommen und uns gegenseitig blockieren", so Walther.

Die wichtigste Phase beim Umbau des Gebäudes steht kurz vor ihrem Abschluss: Von November 2014 bis März ist die Vergabe von Aufträgen mit einem Volumen von rund 40 Millionen Euro geplant. "Wir müssen aufpassen, wie sich das Budget entwickelt. Bisher liegt alles im Rahmen", so der KID-Geschäftsführer. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass die Architekten etwas schöngerechnet hätten. Der Auftrag für die Metallfassaden im Umfang von einer Million Euro wurde vor kurzem vergeben, dazu Dacharbeiten für 750 000 Euro, Ausbau, Trockenbau und Putz für 3,5 Millionen Euro. Im Moment stehe die Vergabe der Bühnentechnik für 2,5 Millionen Euro an. "Wir befinden uns leicht unter den einkalkulierten Größenordnungen", so Walther.

Der KID-Geschäftsführer denkt längst über den Eröffnungstermin hinaus und prüft, mit welchen Unternehmen Wartungsverträge abgeschlossen werden können und welche Kosten für den Betrieb des Hauses auflaufen. Schließlich macht er sich auch Gedanken darüber, wie der Saal in der Sommerpause bespielt werden kann. "Wenn wir schon so einen großartigen Raum haben, dann soll er das ganze Jahr genutzt werden."

Der Kulturpalast wird seit Herbst 2013 nach langen Debatten im Stadtrat und juristischen Auseinandersetzungen um das Urheberrecht des Architekten saniert und umgebaut. Unter anderem erhält das Gebäude einen modernen Konzertsaal mit hervorragender Akustik. 81,5 Millionen Euro sollen Sanierung und Umbau kosten, hinzu kommen sechs Millionen Euro für die Ausstattung mit Bühnen- und Veranstaltungstechnik sowie Möbeln.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.01.2015

Thomas Baumann-Hartwig

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