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Heftiger Streit um Eintrittspreise: Linke scheitern mit Forderung nach Ermäßigungen für Operette

Staatsoperette Dresden Heftiger Streit um Eintrittspreise: Linke scheitern mit Forderung nach Ermäßigungen für Operette

Mit dem Einzug der Staatsoperette Dresden in die neue Spielstätte im Kraftwerk Mitte sollen die Eintrittspreise erhöht werden (DNN berichteten). Die Logik ist einfach: Dem Besucher wird eine funkelnagelneue Bühne mit besten Bedingungen geboten.

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Quelle: dpa

Dresden. Mit dem Einzug der Staatsoperette Dresden in die neue Spielstätte im Kraftwerk Mitte sollen die Eintrittspreise erhöht werden (DNN berichteten). Die Logik ist einfach: Dem Besucher wird eine funkelnagelneue Bühne mit besten Bedingungen geboten, also muss er auch mehr zahlen. Laut einer Vorlage, die der Stadtrat am Donnerstag beschließen soll, klettern die Preise durchschnittlich um 24 Prozent.

Die Operette kalkuliert mit Mehreinnahmen von rund 450 000 Euro pro Jahr. Die Stadt hat versprochen, ihren Zuschuss für die Bühne nicht zu reduzieren. Die zusätzlichen Einnahmen sollen in die Sachkosten fließen. „Größere Bühne, höhere Kosten“, weiß Wilm Heinrich, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. „Die Operette braucht mehr Stoff, Stahl oder Holz für die Kulissen. Das Geld muss erst erwirtschaftet werden.“

Im Kulturausschuss des Stadtrates, der bei der Frage der Eintrittspreise federführend ist, gab es jetzt aber einen erbitterten Streit: Die Linken wollten laut Christa Müller, kulturpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, deutlich mehr Ermäßigungen durchsetzen. Es sei hoch hergegangen, so die Christdemokratin, zumal sie in den Reihen ihrer  eigenen Fraktion auch Stimmen vernommen habe, die die Preiserhöhung angesichts des gebotenen Komforts in der neuen Spielstätte als zu moderat betrachten würden.

„Wir halten das Preismodell, das die Operette vorgelegt hat, für sehr ausgewogen“, so Müller, und auch Heinrich erklärte: „Dieser Vorschlag ist maßvoll.“ Am Ende der aufgeregten Debatte standen die Linken allein auf weiter Front: In dem 15-köpfigen Ausschuss stimmten elf Mitglieder für die Vorlage, nur die Linke-Vertreter enthielten sich oder stimmten dagegen. Auch die Bündnispartner der Linken in der rot-grün-roten Stadtratskooperation waren von weitergehenden Ermäßigungen nicht überzeugt. „Wenn wir die ermäßigten Preise reduzieren, müssen wir Mehreinnahmen erzielen“, erklärte Heinrich. Das gehe nur über zusätzliche Preissteigerungen in den nicht ermäßigten Kategorien. „Wir müssen aber erst einmal dafür sorgen, dass das Haus am neuen Standort angenommen wird. Deshalb sollen die Preiserhöhungen ja moderat ausfallen“, so Müller.

Nach einem Jahr Betrieb sollten die Preise erneut unter die Lupe genommen werden, schlägt der SPD-Kulturpolitiker vor. „Dann gibt es entsprechende Erfahrungen und es kann nachjustiert werden.“ Sollten sich aber viele Menschen mit geringem Einkommen melden und erklären, sie würden wegen der hohen Eintrittspreise vom Besuch der Operette ausgeschlossen, könne man auch schon während des ersten Spieljahres Konsequenzen ziehen, so Heinrich.

Der Ausschuss habe die von der Operette vorgeschlagenen Eintrittspreise in zwei Kategorien geringfügig geändert und außerdem den Zuschlag an der Abendkasse von geplanten sechs Euro auf vier beziehungsweise zwei Euro reduziert, erklärte Müller. Im Dezember 2016 soll die Operette den Spielbetrieb im Kraftwerk Mitte aufnehmen.

tbh

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