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Hebammenverband fordert dauerhafte Lösung im Versicherungsstreit

Hebammenverband fordert dauerhafte Lösung im Versicherungsstreit

Der Sächsische Hebammenverband hat eine dauerhafte Entgeltregelung für Hebammen gefordert. Die befristeten Ausgleichszahlungen seien lediglich eine Übergangslösung, sagte die Vorsitzende Grit Kretschmar-Zimmer am Donnerstag.

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Quelle: Tanja Tröger

„Das ist für uns weder ein Grund zum Jubeln noch zum Feiern“. Nach monatelangem Streit hatten sich die Hebammen mit den Krankenkassen am Dienstag auf einen finanziellen Ausgleich für ihre gestiegenen Haftpflichtprämien geeinigt.

Bilder vom 5. Mai: Hebammen demonstrieren in Dresden:

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Hebammen demonstrieren für den Erhalt ihres Berufes

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Kretschmar-Zimmer spricht von einem Kompromiss. „Damit die Hebammen überhaupt etwas Geld in der Tasche haben.“ Die bundesweit rund 3000 freiberuflichen Hebammen hatten zuletzt um ihre Existenz gebangt. Die Beitragssätze der Versicherung waren deutlich angehoben worden. Hintergrund dafür sind gestiegene Therapiekosten und Schadenersatzforderungen, wenn ein Kind durch einen Fehler der Hebamme bei der Geburt geschädigt wird. In den vergangenen fünf Jahren haben sich laut Verband etwa 20 Prozent der freiberuflichen Hebammen in Sachsen aus der Geburtshilfe verabschiedet. Das habe Folgen, so Kretschmar-Zimmer.

Bereits heute sei es vielerorts schwer, eine Hebamme zu bekommen - vor allem in der Ferienzeit. Es fehlten sowohl Beleghebammen, die Frauen während der Geburt begleiten, sowie Hebammen für die Vor- und Nachsorge. Zudem müssten werdende Mütter gerade auf dem Land immer weitere Strecken für eine Geburt zurücklegen. Die Ausgleichszahlungen bezeichnet auch die freiberufliche Hebamme Heike Erlenkämper aus Dresden als „Tropfen auf den heißen Stein“. Erlenkämper arbeitet im Hebammenhaus Dresden, eines von drei Geburtshäusern der Landeshauptstadt. Alle neun Hebammen arbeiten freiberuflich. „Wir haben uns schon mit dem Gedanken getragen, aufzuhören“, erklärte Erlenkämper. Derzeit sind in dem sächsischen Landesverband rund 750 Hebammen organisiert, etwa drei Viertel der Frauen arbeiten freiberuflich.

dpa

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