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Hebammen und andere Profis helfen Muttis mit Problemen

Hebammen und andere Profis helfen Muttis mit Problemen

Um Schwangeren und jungen Müttern bei akuten Problemen künftig besser und vor allem rascher zu helfen, wollen städtische Ämter, Uniklinik und weitere Partner in Dresden ein "Netzwerk frühe Hilfen und Familienhebammen" knüpfen.

Das kündigten Viviane Röhr vom Jugendamt und Dr. Elke Siegert, die Leiterin des Kinder- und jugendärztlichen Dienstes, auf der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses an.

Gedacht ist an mehrere Bausteine. So wollen die Initiatoren zum Beispiel ein ehrenamtliches Projekt "Gemeinsam mit Eltern" starten. Die Helfer sollen kurzfristig Eltern mit Rat und Tat helfen, die in Notlagen geraten - vor allem in Fällen, in denen professionelle Hilfen erst über die Krankenkassen beantragt werden müssen und dies einige Zeit dauert. Einbinden will Röhr auch das Modellprojekt "Psychisch gesund für zwei" an der Uni-Klinik, in dessen Zuge beispielsweise psychisch kranke Mütter sozialpädagogisch betreut werden.

Auch die Männer und Frauen vom Gesundheitsamt wollen aktiver werden, um auch präventiv zu helfen, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist. "Wir haben die Signale verstanden", betonte Dr. Siegert. "Wir müssen uns mehr zu den Eltern hinbegeben, während die bisher bestehenden Betreuungsangebote ja darauf bauen, dass die Eltern zu ihnen kommen."

Zielgruppen für solche Besuche von Familienhebammen und anderen Profis seien unter anderem kinderreiche Familien, minderjährige Eltern, suchtkranke Mütter und arme Familien, in denen sich die Probleme zuspitzen, erklärte die Medizinerin. Man setzte dabei auf Hinweise von Arztkollegen, von Sozialhelfern und anderen Multiplikatoren, um jene Familien ausfindig zu machen, die Unterstützung benötigen.

Das "Netzwerk frühe Hilfen und Familienhebammen" ist Teil einer Bundesinitiative, die darauf zielt, Kindesmisshandlungen und schwere Familienkrisen im Vorfeld durch aktive Hilfe für Schwangere und Mütter zu verhindern. Für das Dresdner Netzwerk hoffen die Initiatoren auf Fördergeld vom Sozialministerium, über das aber noch nicht entschieden ist. Röhr hofft, dass der Verbund noch in diesem Jahr starten kann. Heiko Weckbrodt

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.09.2012

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