Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Hebammen machen mit Picknick an der Augustusbrücke in Dresden auf ihre Situation aufmerksam

Hebammen machen mit Picknick an der Augustusbrücke in Dresden auf ihre Situation aufmerksam

Anlässlich des Internationalen Hebammentages haben Hebammen aus Dresden und der Region am Sonntag auf die schwierige finanzielle Situation ihres Berufsstandes aufmerksam gemacht.

Voriger Artikel
Feuerwehr Dresden feierte auf Schloss- und Theaterplatz ihr 150-jähriges Bestehen
Nächster Artikel
Parade der Vielfalt in Dresden warb für Teilhabemöglichkeiten behinderter Menschen

Auf den Elbwiesen haben Hebammen am Sonntag mit einem Picknick auf die finanzielle Situation ihres Berufsstands aufmerksam gemacht.

Quelle: Stefan Schramm

Sie veranstalteten ein gemeinsames Picknick am Königsufer knapp oberhalb der Augustusbrücke in der Dresdner Neustadt. Bis zu 250 Teilnehmer hatten sich dazu auf den Elbwiesen versammelt. Dort machten sie es sich gemeinsam bei bestem Wetter gemütlich, aßen, tranken und spielten. Eine kleine Blaskapelle untermalte das Picknick musikalisch. Neben Hebammen waren insbesondere zahlreiche Eltern und ihre kleinen Kinder als Unterstützer des Anliegens anwesend.

php746ce04b39201305051345.jpg

Mit einem Picknick haben Hebammen am Sonntag am Neustädter Elbufer auf sich und ihre berufliche Situation aufmerksam gemacht.

Zur Bildergalerie

Die Hebammen kämpfen für finanzierbare Arbeitsbedingungen. Bereits im Frühjahr 2010 sei deutlich geworden, dass drastisch erhöhte Berufshaftpflichtprämien um mindestens 50% für Hebammen nicht mehr bezahlbar sind, teilten die Initiatoren des Protestpicknicks mit. Etwa 15 Prozent der Kolleginnen haben bereits aufgegeben und praktizieren nicht mehr in der Geburtshilfe. Außerdem wendeten sich die Hebammen gegen die zunehmende Technisierung der Geburtshilfe in Deutschland. Bereits ein Jahr zuvor hatten die Hebammen eine ähnliche Aktion durchgeführt. Auch in diesem Jahr zeigten sie sich zufrieden. "Wir haben erfolgreich auf das Problem aufmerksam gemacht", sagt Heike Höhle vom Hebammenhaus Dresden an der Louisenstraße.

Veranstalter des Picknicks sind der Deutsche Hebammenverband und der Bund freiberuflicher Hebammen. Die beiden Berufsverbände haben zwar in den Gebührenverhandlungen Fortschritte erzielt. "Dennoch ist ein Ende der Versicherungskostenspirale für uns Hebammen nicht in Sicht und immer noch zwingt sie einige Hebammen dazu, ihren Beruf an den Nagel zu hängen", hieß es. Zwar habe es ein paar Bewegungen gegeben, doch von einer grundsätzlichen Verbesserung oder Lösung könne nicht die Rede sein.

Stefan Schramm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.