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Havarierter Frachter „Albis“ in Dresden wird entladen

Elbe weiter blockiert Havarierter Frachter „Albis“ in Dresden wird entladen

Die „Albis“ wird seit Mittwochabend entladen. Das haben Fachleute zusammen mit der Besatzung des Frachters und dem Reeder entschieden. Dazu wird aber kein weiteres Schiff gebraucht. Die Bergung ist am Donnerstag geplant.

Am Mittwochabend begann die Entladung des havarierten Schiffes.

Quelle: Christoph Springer

Dresden. Nachdem am Dienstag alle Versuche, das Gütermotorschiff „Albis“ freizuschleppen gescheitert sind, begann am Mittwochabend die Entladung des Frachters. Das teilte die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung auf DNN-Nachfrage mit. Der Schiffsrumpf, in dem sich 800 Tonnen Kalisalz befinden, muss geleert werden. Dadurch, so erwarten die Verantwortlichen, hebt sich die „Albis“ so weit aus dem Wasser, dass sie dann frei kommt.

Die Fracht der „Albis“ wird allerdings nicht auf ein anderes Schiff umgeladen. Sie wird mit einem großen Schlauch aus den Laderäumen gesaugt und dann im Hafen zwischengelagert, sagte Karsten Wild, der stellvertretende Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Dresden. Die Technik dafür wurde auf der Altstädter Elbseite am Ufer aufgebaut.

Ist das Schiff ausreichend geleichtert, wie die Fachleute sagen, wird der Tiefgang geringer, der zur Zeit knapp zwei Meter beträgt. Dann kann die „Albis“ wieder freikommen. Das Schiff liegt seit Montagabend quer vor der Albertbrücke. Es war am Abend stromauf in Richtung Tschechien unterwegs und wurde dabei vom entgegenströmenden Wasser aus der Fahrtrinne gedrückt.

Seitdem ist die Elbe blockiert. Die Wasserschutzpolizei hat die Bundeswasserstraße zwischen der Saloppe und dem Neustädter Hafen gesperrt. Nicht betroffen davon sind die Elbfähre zwischen der Neustadt und der Johannstadt und ein Spezialschiff, von dem aus heute der Zustand der Augustusbrücke geprüft wurde. Hart trifft die Elbesperre aber die Sächsische Dampfschifffahrt, die eigentlich Schlösserfahrten mit einem Salonschiff anbieten wollte. Diese Fahrten fallen derzeit aus.

Die Bergung des Schiffs ist am Donnerstag geplant. Dazu werden verschiedene Varianten geprüft, sagte Wild. Welche letztlich eingesetzt wird, sei abhängig davon, welche Technik die Verantwortlichen brauchen und wann diese Technik bereitgestellt werden kann. Möglich ist, dass Schiffe die „Albis“ aus ihrer misslichen Lage befreien, aber auch, dass schwere Berge- und Räumtechnik an Land eingesetzt werden muss.

Von Christoph Springer

Dresden. Albertbrücke 51.0566917 13.7551238
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