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Haus Altmarkt in Dresden wird jetzt Hotel

Haus Altmarkt in Dresden wird jetzt Hotel

Sruel Prajs ist in Dresden kein Unbekannter. Der geschäftsführende Gesellschafter der Berliner Unternehmensgruppe Prajs und Drimmer hat mit seiner Schwester Norma Drimmer zum Beispiel an der Südostseite des Altmarktes 45 Millionen Euro in ein Geschäftshaus investiert, in dem sich heute das NH-Hotel, Starbucks und die Bäckerei Dreißig befinden.

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Sruel Prajs

Quelle: Ralf U. Heinrich

Jetzt nimmt sich Prajs - zusammen mit der zur Unternehmensgruppe gehörenden Berlinhaus Verwaltung GmbH - die Altmarktostseite vor. Rund zwölf Millionen Euro will er in Umbau, Sanierung und Modernisierung des Häuserquartiers zwischen Wilsdruffer Straße, Altmarkt, Kreuzstraße und Weiße Gasse stecken. Ausgenommen ist nur die Kreuzstraße 7, die einen anderen Eigentümer hat.

"Die Häuser an der Weißen Gasse sind saniert", sagt Sruel Prajs. Vor etwa acht Wochen haben die Bauarbeiten im "Haus Altmarkt" begonnen. In das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wird die Wiener Hotelkette "Star Inn" einziehen. Die Österreicher haben einen 20-Jahres-Mietvertrag unterschrieben. Der genaue Eröffnungstermin für das Drei-Sterne-Haus steht allerdings noch nicht fest. "Mit dem Nutzer ist Gleitzeit vereinbart", formuliert es Prajs. Denn wie in jedem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude müsse man immer mit der einen oder anderen Überraschung rechnen. Zudem sind entsprechend den Denkmalschutzauflagen "diverse Teile wie Türen, Geländer, Lampen aus- und wieder einzubauen".

So hält der Bauherr die Eröffnung im März 2015 für wahrscheinlicher als im Oktober 2014, was ursprünglich der Plan war. Entstehen werden im künftigen "Star Inn" 122 Zimmer. Der schöne Saal im Obergeschoss bleibe erhalten, könne für vielfältige Veranstaltungen genutzt werden. Zudem verfüge das Hotel dann im Erdgeschoss entsprechend den Gegebenheiten des Hauses über ein hochattraktives Entree. Auch ein kleines Wiener Café soll Einzug halten. Für das sei durchaus noch Platz, betont Prajs. Denn die anderen gewerblichen Mieter in der Erdgeschosszone wie McDonalds im Haus Altmarkt, ein weiteres kleines Café und ein Friseur bleiben vor Ort.

Vom Altmarkt aus gesehen werde sich an der Fassade nicht viel ändern. Nur die Arkaden lässt der Bauherr verglasen. Auf der Rückseite der Gebäude wurden in Richtung Hof Balkone angebracht. Die Sanierung der Wohnungen ist in vollem Gange. Einige sind bewohnt. Ein großer Teil jedoch steht leer.

"Die Leerstände wurden vom Voreigentümer verursacht", meint der Bauherr. Schon vor Jahren wollte die Woba die Wohnungen am Altmarkt sanieren und hatte Mietern gekündigt. Daraus wurde dann auch unter der Gagfah nichts, von der Prajs & Drimmer 2009 die Immobilien in 1A-Lage kauften. An einen Verkauf der dann sanierten Wohnung denkt Sruel Prajs, wie er sagt, nicht. Das sei nicht seine Philosophie. "Die Wohnungen werden vermietet." Für bestehende Mietverträge spricht er von einer "moderaten Erhöhung" durch die Sanierung. Für neue Mietverträge betrage der Mietpreis zwischen 7,50 und zehn Euro pro Quadratmeter. "Die Wohnungen sind zum Teil ziemlich groß, das heißt: deutlich über 100 Quadratmeter. Die Vermietung wird nicht von selbst gehen, denn mitten im Stadtzentrum sind eher kleinere Wohnungen nachgefragt. Familien wollen eher ins Grüne."

Trotzdem schaut Prajs ob seiner Investition am Altmarkt offenbar frohgemut in die Zukunft. Zweifel, ob es sinnvoll ist, in Dresden noch ein Hotel zu bauen, wischt er vom Tisch. Mit der 1A-Lage sieht der das künftige "Star Inn" im Vorteil. "Zuerst werden die 1C- und die 1B-Lagen Schwierigkeiten bekommen." Zum anderen sieht er in Dresden noch genügend Wachstumspotenzial. "Der Tourismus wird in Dresden nachhaltig wachsen. Es werden auch noch mehr Business people kommen", ist Prajs überzeugt. Und dass das Angebot Nachfrage schafft. Vor allem im preiswerten Segment.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.12.2013

Steinbach, Catrin

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