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Handwerk sieht sich auf Erfolgskurs – weniger neue Lehrverträge in Dresden

Handwerk sieht sich auf Erfolgskurs – weniger neue Lehrverträge in Dresden

Die meisten Handwerker in Sachsen sehen ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend an und die Zukunft positiv. Förderlich seien eine starke Nachfrage, niedrige Zinsen, Entspannung am Arbeitsmarkt und Einkommenszuwächse, sagte der Vizepräsident das Sächsischen Handwerkstages, Dietmar Mothes, am Montag in Dresden.

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Zufriedenheit und Optimismus prägen die Stimmung in Sachsens Handwerk (Archivfoto).

Quelle: dpa

Die Schuldenkrise im Euroraum, steigende Rohstoff- und Energiekosten blieben aber Risiken, die Sorge bereiteten.

Handwerkstag-Präsident Roland Ermer forderte dringend eine Reform des Umsatzsteuerrechts. Das „unübersichtliche Regelungsgestrüpp“ treibe immer absurdere Blüten und halte die Unternehmer von der Arbeit ab. Regelungen wie die Umsatzgrenze für Kleinunternehmer führten zu Wettbewerbsverzerrungen und benachteiligten private Handwerker. „Geradezu aberwitzig ist die Umsatzsteuerpflicht für Lebensmittelspenden“, so Ermer. Zudem sei oft unklar, ob für eine Leistung voller oder ermäßigter Umsatzsteuersatz gelte.

So schlage das im Laden verzehrte Brötchen mit 19 Prozent zu Buche, vor der Tür aber nur mit 7 Prozent, berichtete Ermer. Optiker müssten herausfinden, ob eine Lupe für Sehbehinderte oder Bastler gekauft wird, und der Orthopäde, wozu der Kunde eine Bandage brauche. „Das ist doch verrückt.“ Ermer hofft aber angesichts der Untätigkeit von Schwarz-Gelb in dieser Frage auf die neue Bundesregierung.

Laut Frühjahrskonjunkturumfrage 2012 schätzen 86 Prozent der Betriebe ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend und nur 14 Prozent als schlecht ein. Positive Werte gibt es im Bauhaupt- und Ausbaugewerbe - Maurer, Installateure oder Tischler - und Betrieben des gewerblichen Bedarfs wie Metallbauern, die für die Industrie zuliefern. Besser geht es Dienstleistern wie Friseur, Fleischer und Bäcker sowie Textilreinigung.

Allerdings sank zumindest im Kammerbezirk Dresden die Zahl der Lehrverträge, teilte die Handwerkskammer Dresden mit. Bis zum 31. Mai seien insgesamt 577 Verträge geschlossen worden, im Vorjahr waren es zum gleichen Zeitraum 620. Während beispielsweise in den Landkreisen Meißen und Sächsische Schweiz mehr Azubis eingestellt wurden, waren es in Dresden weniger als im Vorjahr.

Mehr als ein Viertel der Betriebe rechnet bis Jahresende mit einem Auftragsplus, weniger als ein Zehntel mit Rückgängen. Insgesamt erwarten 89 Prozent eine gute und befriedigende, weniger als 10 Prozent eine schlechte Geschäftslage. Verhalten sind die Erwartungen vor allem im Bauhauptgewerbe. Die Investitionsbereitschaft aber verharrt auf relativ niedrigem Niveau, sagte Vize-Präsident Mothes. An der Umfrage hatten sich 2517 der 10.700 angeschriebenen Betriebe beteiligt.

dpa / sl

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