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Hallo Dresden! Roland Kaisers Rede auf der Kundgebung vor der Frauenkirche

Hallo Dresden! Roland Kaisers Rede auf der Kundgebung vor der Frauenkirche

"Der Macht der Emotionen, die durch die Pegida-Bewegung in Dresden seit Wochen die Nachrichten dominieren, möchte ich mit meiner Stimme heute entgegen treten: Für Weltoffenheit, für Toleranz und den Dialog von Mensch zu Mensch.

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Der Sänger Roland Kaiser vor der Frauenkirche.

Quelle: Arno Burgi, dpa

Diese Bilder und Nachrichten aus Dresden spiegeln nicht das Bild einer Stadt und ihrer Bürger wider, wie ich sie über viele Jahre kennenlernen durfte und lieben gelernt habe.

Dresden hat aufgrund seiner reichen Geschichte und seiner Kultur weltweite Symbolkraft. Sie können stolz sein auf sich und stolz sein auf ihre Stadt.Zuwanderungspolitik kritisch unter die Lupe zu nehmen ist eine mögliche und naheliegende Reaktion auf individuelle Unzufriedenheit, schürt jedoch Vorurteile und verschärft gesellschaftliche Probleme, ist jedoch niemals eine Lösung. Inhumane Flüchtlingspolitik fördert weder Verständnis noch Toleranz und ist ein Nährboden für weitere Ab- und Ausgrenzung. Ich stehe auch heute hier vor Ihnen, um meinen Standpunkt zu vertreten und meiner Hoffnung Ausdruck zu verleihen, dass kulturelle und ethni-sche Vielfalt auch eine Chance in sich birgt. Religiöse Ausrichtungen dürfen nicht die Grundlage für Wertungen oder Entscheidungen in unserer von Humanismus, Aufklärung und Toleranz geprägten Gesellschaft sein. Es ist immer leicht, gegen etwas zu sein, aber es schwerer, etwas positiv zu gestalten und sich nachhaltig zu engagieren. Und dass Sie heute da sind, eine großes Kompliment an Sie dafür. Wir können natürlich die vergangenen Wochen nicht zurückdrehen, aber wir können heute anfangen, Position zu beziehen - für Mitmenschlichkeit, Weltoffenheit und für den Dialog miteinander. Wir sollten und dürfen stolz darauf sein, dass wir Männern, Frauen und Kindern aus Krisengebieten in unserem demokratischen Land ein Leben und eine Zukunft in Sicherheit und Freiheit ermöglichen können. Extremisten und extremistisches Gedankengut jeglicher Ausrichtung lehne ich als Mensch und Bürger dieses Landes ab, der für sich den Anspruch erhebt, sozial und vor allem gesellschaftspolitisch interessiert und engagiert zu sein. Schwelende Unstimmigkeiten aufgrund sozialer Ungerechtigkeit und Unzufriedenheit müssen besprochen werden, doch die Zeiten der Sündenböcke sollten der Vergangenheit angehören. Ich finde, das hat uns die Geschichte gelehrt. ... Ich danke Ihnen, dass Sie heute durch Ihre Anwesenheit - so wie ich - ein Zeichen setzen, für Ihre Stadt, für unser Land, für Rechtsstaatlichkeit, den Zusammenhalt und die Zukunft der Gesellschaft!" (Auszug)

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.01.2015

DNN

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