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Halbleiterbranche trifft sich zur Semicon in Dresden

5000 Besucher aus 60 Ländern Halbleiterbranche trifft sich zur Semicon in Dresden

Internet der Dinge und Industrie 4.0 sind derzeit in aller Munde - auch die Halbleiterindustrie hofft dadurch auf neue Märkte. In Dresden diskutiert die Branche über Herausforderungen.

In Dresden treffen sich vom 6. bis zum 8. Oktober mehr als 350 Aussteller auf Europas größter Halbleitermesse Semicon.

Quelle: dpa

Dresden. Die europäische Halbleiterindustrie rechnet in den kommenden Jahren trotz des harten internationalen Wettbewerbs mit einem Wachstum. Bei Investitionen in Halbleiter-Anlagen und Modernisierung von Chipfabriken geht die Branche in Europa von einem Plus von drei Prozent aus, für 2016 von fünf Prozent, erklärte Laith Altimime, Präsident des Branchenverbandes Semi Europe, am Montag in Dresden.

Insgesamt investiert die Halbleiterindustrie in diesem Jahr rund 37 Milliarden US-Dollar (knapp 33 Milliarden Euro) in die Ausrüstung ihrer Fabriken. Als treibende Kräfte nannte Altimime die sogenannte Industrie 4.0, die Medizintechnik und die Anwendung von Mikroelektronik in der Automobilindustrie. „Europa ist sehr gut aufgestellt“, sagte er. Die Unternehmen hätten das technische Know-how, die Möglichkeiten und die Expertise. Zugleich sei aber eine deutlich engere Zusammenarbeit notwendig, betonte Altimime. Die zunehmende Vernetzung von Menschen, Dingen und Systemen berge gute Marktchancen für Halbleiter-Unternehmen in Europa, hieß es.

In Dresden treffen sich vom 6. bis zum 8. Oktober mehr als 350 Aussteller auf Europas größter Halbleitermesse Semicon. Bis zum Donnerstag werden über 5000 Besucher aus rund 60 Ländern erwartet. Unter anderem zeigen Unternehmen wie Intel, Microsoft oder Infineon technologische Entwicklungen. Der Fraunhofer-Verbund Mikroelektronik ist mit einem eigenen Stand präsent und mit zehn Fraunhofer-Instituten vertreten. Am sächsischen Gemeinschaftsstand präsentieren sich 40 Unternehmen aus dem Freistaat. Unter anderem zeigt die Roth & Rau - Ortner GmbH aus Dresden einen Roboter, der sogenannte Wafer selbstständig durch die Produktion manövrieren kann. Wafer sind dünne Scheiben, aus denen die Chips entstehen. Geschäftsführer Heinz Martin Esser, zugleich Präsident des Branchenverbandes Silicon Saxony, sprach davon, dass gerade mit der Industrie 4.0 in Zukunft Millionen neuer Mikrochips gebraucht würden. „Deutschland könnte eine Führungsrolle auf diesem Gebiet einnehmen.“

Auch Chiphersteller Globalfoundries rechnet in den nächsten Jahren mit einer steigenden Nachfrage durch Industrie 4.0 sowie das Internet der Dinge. Allerdings stellten die steigenden Kosten für Entwicklung und Produktion neuer Technologien die Unternehmen vor große Herausforderungen, erklärte Geschäftsführer Rutger Wijburg. Erst vor wenigen Tagen hatte Wijburg angekündigt, bis zu 800 Stellen in Dresden zu streichen, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Auf der Semicon soll zudem der Austausch zwischen Industrie, Forschung und Investoren gestärkt werden. Dafür präsentieren sich 64 europäische Start-ups bei den „Hightech Venture Days“ - davon 34 Firmen aus Ostdeutschland. Insgesamt wollen sie 378 Millionen Euro an Kapital für Wachstum und Produktentwicklung einwerben.

Die europäische Leitmesse der Halbleiterbranche findet im jährlichen Wechsel in Dresden und Grenoble statt - dem zweiten führenden Halbleiterstandort in Europa. Im nächsten Jahr trifft sich die Branche vom 25. bis zum 27. Oktober in Grenoble.

dpa

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