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Hafencity: USD demonstriert mit Kranauslieger Höhe des umstrittenen Zehngeschossers

Hafencity: USD demonstriert mit Kranauslieger Höhe des umstrittenen Zehngeschossers

"Wir wollen Transparenz. Wir wollen die Öffentlichkeit informieren", sagt Gottfried Schaaf. Der Projektkoordinator für die am Neustädter Hafen geplante Hafencity hatte am Dienstagmittag einen Kranausleger an den Hafen beordert.

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Der Kranarm verdeutlicht die Höhe des geplanten Zehngeschossers am Neustädter Hafen. Das Gebäude soll sich 36,4 Meter in die Höhe erheben.

Quelle: Catrin Steinbach

Vor den Augen der Öffentlichkeit wollte er im Namen des Investors, der USD Immobilien GmbH, demonstrieren, wie hoch man sich den Zehngeschosser am Hafen vorstellen muss. Denn das geplante Hochhaus, das zwar nahe am Hafen, aber doch ein Stück weg von der Elbe entstehen soll, sorgt derzeit für heftige Diskussionen.

Die Aktion war aller Ehren wert. Man konnte zumindest von der Brühlschen Terrasse erkennen, wie hoch sich das Gebäude theoretisch ins Landschaftsbild erhebt, wenn man Richtung Radebeul blickt. Man hatte es allerdings etwas schwer, vom dünnen Kranarm auf einen Baukörper von 25 mal 25 Metern zu schließen.

Das bemängelte am Nachmittag in einer Rundmail prompt auch Thomas Löser, der Stadtratsfraktionschef der Grünen. "Visualisierungen dieser Art werden - bisher auch in Dresden - immer mit Gerüsten durchgeführt", heißt es da. Zudem fand er, "sollten solche für das Stadtbild Dresdens wichtige Schritte nicht ohne die Stadt ablaufen." Blickbeziehungen seien im Dresdner Elbtal, dem ehemaligen Welterbegebiet, nach wie vor ein hohes Schutzgut und dürften nicht allein Investoren überlassen werden, so die Kritik der Grünen - adressiert an die Stadt.

Hafencity-Projektkoordinator Gottfried Schaaf informierte, dass die Architektur des Zehngeschossers im Rahmen eines internationalen Wettbewerbes ausgeschrieben werden soll. Ebenso gebe es ein Werkstattverfahren für eines der im Gebiet geplanten Wohnkarrees. Ziel sei, eine 08/15-Architektur auszuschließen und mit der Hafencity ein modernes, attraktives und vor allem urbanes Viertel zu schaffen. Der Zehngeschosser, der zehn Meter von der Grundstücksgrenze des Pharmaherstellers Menarini entfernt in die Höhe wachsen soll (DNN berichtete), werde aus Schallschutzgründen mit einer vorgehängten Fassade versehen. Zudem sollen nur auf der Hafenseite Wohnungen entstehen. Auf der Menarini-Seite des Hochhauses ist Gewerbe geplant. Des Weiteren reiche die "30 bis 35 Meter breite Grünfläche zwischen Menarini und den Wohnhäusern laut einem Lärmschutzgutachten aus.

"Der Bereich zwischen dem nach oben auf den Rettungsweg verlegten Elbradweg und dem Hafenbecken bleibt auf jeden Fall öffentlich. Zudem kann man von der Kaimauer zur Leipziger Straße laufen", versicherte Gottfried Schaaf gestern zudem und antwortete damit auf die Befürchtungen, die bei der jüngsten Versammlung der "Bürgerinitiative gegen die Hafencity" geäußert wurden. Nur wenn man am Hafen flanieren, sitzen und einkehren könne, werde aus dem Plan, maritimes Leben am Hafen zu etablieren, Wirklichkeit.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.07.2013

Catrin Steinbach

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