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Gute Resonanz auf Dreck-Weg-App - Dresdner melden 200 Schandflecke im ersten Monat

Gute Resonanz auf Dreck-Weg-App - Dresdner melden 200 Schandflecke im ersten Monat

Zerbrochene Glasscherben auf dem Gehweg, überquellende Papierkörbe sowie Hundekot am Straßenbaum vor der Haustür. Wer ärgert sich nicht darüber? Doch Ärger allein löst das Problem natürlich nicht.

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Ganz egal, ob mit dem Smartphone oder dem Tablet-Computer: Mit der neuen Dreck-Weg-App kann man unkompliziert Dreckecken an die Stadt übermitteln.

Quelle: Martin Förster

Nur wer sich aktiv einmischt, kann etwas ändern.

Mit der von der Stadt Dresden gemeinsam mit dem sächsischen Justizministerium entwickelten "Dreck-Weg-App" ist das seit dem 13. März per Smartphone möglich. Mit wenigen Klicks können die Bürger Schandflecke im Stadtbild melden. Und wie sich nach dem ersten Monat abzeichnet, machen sie davon rege Gebrauch.

"Seit der Einführung der Dreck-Weg-App Anfang März hat es bisher etwa 193 Meldungen gegeben. Davon sind 142 bereits abgearbeitet und 51 nehmen wir gerade in Angriff", berichtet der Prohliser Ortsamtsleiter Jörg Lämmerhirt, der das Projekt im Namen aller Ortsämter betreut. Im Durchschnitt dauert es nach Angaben der Stadt drei Tage, bis eine gemeldete Dreckecke beseitigt ist.

Um herauszufinden, ob das wirklich stimmt, haben wir uns mit einem DNN-i-Pad selbst ein Bild von dem neuen Angebot gemacht. Im App-Store ist die kostenlose Anwendung schnell gefunden und lässt sich auch problemlos installieren. Danach kann es auch schon losgehen. Über ein einfach zu bedienendes Benutzermenü wählt man zunächst die Foto-Option und macht ein Bild von dem Schandfleck. Zudem sollte man noch in einer Liste markieren, ob Grundstücke, Straßenbäume oder Abfallbehälter betroffen sind. Der genaue Standort wird per GPS-Modul, über das das Smartphone unbedingt verfügen sollte und das auch aktiviert sein muss, ermittelt.

Nach dem Absenden der Meldung geht diese auf dem Formularserver des Freistaates ein und findet ihren Weg über das IT-System der Landeshauptstadt zum entsprechenden Ortsamt. "Der zuständige Mitarbeiter schaut dann erst einmal nach, ob es sich tatsächlich um eine städtische Fläche handelt, weil wir auf Privatgrundstücken natürlich nichts wegräumen dürfen", so Lämmerhirt. 10 bis 15 Meldungen gehen auf diese Weise täglich bei der Stadt ein. Wer über den neuesten Stand der Abfallbeseitigung informiert werden möchte, kann im Formular der App Telefonnummer und E-Mailadresse hinterlegen.

Auch bei unserem Selbstversuch reagiert die Stadt prompt. Nur wenige Tage nachdem unsere gegenüber der Altmarkt-Galerie sowie in der Schweriner und Berliner Straße übermittelten Dreckecken bekannt sind, werden sie zügig gereinigt.

Trotz der positiven Resonanz auf das neue Angebot gibt es noch Verbesserungsbedarf. "Bisher kann man die Adresse nicht per Hand eingeben, was schlecht ist, wenn man an der Schmutzstelle keine Zeit zum Anhalten hatte", so Lämmerhirt. Zudem funktioniere die App nur auf mobilen Apple- und Android-Geräten und zum Beispiel nicht auf dem Blackberry.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.04.2013

Stephan Hönigschmid

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