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Gutachter:Gute Bilanz für Dresdens Städtische Kliniken

Gutachter:Gute Bilanz für Dresdens Städtische Kliniken

Pünktlich vor Weihnachten kommt sie, die gute Nachricht: Ein Hoffnungschimmer für die Mühen von über 2000 Mitarbeitern, ein Signal für die positive Entwicklungstendenz der defizitären städtischen Krankenhäuser.

Externe Gutachter des Instituts für betriebswirtschaftliche und arbeitsorientierte Beratung (BAB) haben den Kliniken in Friedrichstadt und Neustadt eine "ökonomische Stabilisierung" attestiert. Gegenüber dem Frühjahr zeigten sich bereits jetzt "deutliche Verbesserungen", die städtischen Krankenhäuser seien "auf einem guten Weg". Das sind die Ergebnisse einer Zwischenbilanz des BAB - dem Institut, das nach dem Bürgerentscheid, das Zukunftkonzept der Krankenhäuser erstellt hat. Die gemeinsame Führung und Strategie beider Krankenhäuser haben sich nach Meinung der Experten bewährt, zahlreiche Projekte seien angestoßen worden und nicht zuletzt habe ein "Kultur- und Denkwandel" eingesetzt.

Konkurrenzdenken minimiert

"Der neue Verwaltungsdirektor Jürgen Richter ist ein Segen für beide Krankenhäuser", sagte Grünen-Stadträtin und gesundheitspolitische Sprecherin Ulrike Hinz. Das Konkurrenzdenken zwischen den Mitarbeitern beider Häuser sei immens minimiert worden. "Das Miteinander ist für die Zukunft der Städtischen Krankenhäuser von enormer Bedeutung."

Hinz plädierte mittelfristig für eine einheitliche Verwaltung und einen gemeinsamen Haushalt. "Nach Ablauf der drei Jahre sollte überlegt werden, die zwei Eigenbetriebe zusammenzuführen", sagte Hinz. "Wir stehen hinter dem Bürgerentscheid. Die Zukunft beider Kliniken liegt in einem gemeinsamen städtischen Konstrukt."

Als einer der "wichtigsten Schlüssel für die Zukunftssicherung" bezeichneten auch die BAB-Experten die Zusammenführung beider Häuser. Zudem sei die Rekrutierung von gutem Ärzte- und Pflegepersonal ein wichtiges strategisches Schlüsselthema der nächsten Jahre. Besonders vor diesem Hintergrund herrsche laut Stadträtin Hinz Einigkeit darüber, dass die Tarifbindung in den Krankenhäusern auch in Zukunft erhalten bleiben soll.

Im Zuge der Krankenhaus-Reform arbeiten derzeit gleich mehrere Arbeitsgruppen an Infrastrukturprojekten, die nach Meinung der Gutachter bereits "deutliche Ergebnisse" zeigen. Besonders im Bereich der Labore seien mit der Diagnostik Einsparungen erreicht worden. Zudem gebe es einen neuen Stromvertrag, die Zentralküche werde neu aufgestellt und die Daten beider Häuser seien erfolgreich integriert worden sein. Mittlerweile gibt es ein gemeinsames Intranet. Eine neue Arbeitsgruppe soll Hinz zufolge im Januar 2014 gegründet werden und die IT-Systeme zusammenführen.

Spezialisierung überlebenswichtig

Doch trotz allen Optimismus bleibt der Weg steinig. Die Mammutaufgabe steht Verwaltungsdirektor Jürgen Richter mit seinem Team eigentlich noch bevor: Die Schaffung und Etablierung eines medizinischen Profils. Denn nur wenn die Spezialisierung und Profilierung ausgewählter medizinischer Fachbereiche gelingt, haben die Krankenhäuser auf dem hart umkämpften Markt langfristig eine Zukunft. Doch gerade hier sehen die Gutachter noch Defizite. Die Umsetzung der medizinischen Reformen hinkt nach ihren Analysen dem Zeitplan hinterher. Zwar hätten beide Krankenhäuser ihre Leistungen und damit auch ihre Erlöse gesteigert und profitierten von hohen medizinischen Potenzialen. Trotzdem gebe es bei der Behandlung von Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen "noch ein weitgehendes Nebeneinander der Standorte".

Spannend bleibt die Entwicklung um die Neurochirurgie am Krankenhaus Neustadt. Diese soll künftig ergänzend mit den Behandlungen am Uniklinikum abgestimmt werden. Im März 2014 entscheidet das Sozialministerium, ob die seit 1992 bestehende Abteilung, die jährlich etwa 800 Patienten versorgt, in den Krankenhausplan aufgenommen wird.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.12.2013

Katrin Tominski

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