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Gunter Seifert arbeitet sich in Vorstandsposten bei Konsum ein / Roger Ulke behält weiterhin Kernkompetenzen

Gunter Seifert arbeitet sich in Vorstandsposten bei Konsum ein / Roger Ulke behält weiterhin Kernkompetenzen

Was ist da los in der Führungsriege des Dresdner Vorzeige-Einzelhandels? Ganz überraschend, ohne dass im Vorfeld Zeichen darauf hindeuteten, hat der Konsum Dresden eG seinen Vorstand umgekrempelt (DNN berichteten).

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Gunther Seifert

Quelle: Archiv

Der langjährige Vorstandschef Roger Ulke (49) räumt das Feld für den 60-jährigen Gunther Seifert und untersteht künftig seinen Weisungen. Von Vorständin Ines Mokrani wurde sich komplett verabschiedet. Grund seien unüberbrückbare Differenzen, heißt es schwammig in einer Unternehmensmitteilung. Die Entscheidung habe der Vorstand am 1. August gefällt.

Erklärungen für diese personellen Änderungen gibt es nicht. Nachfragen werden im Konsum-Betrieb abgeblockt. Auch der neue Vorstandschef Seifert sieht sich zu keiner Stellungnahme hinsichtlich seines Postens bereit. Er werde gerade eingearbeitet, erklärt eine Konsum-Sprecherin, und könne sich erst in drei Monaten persönlich gegenüber der Presse äußern.

Seifert führte seit 1998 die Sächsische Porzellan-Manufaktur Dresden durch mehrere Insolvenzen und Besitzerwechsel - bis zu ihrer endgültigen Stilllegung in diesem Frühjahr. Mit dem neuen Vorstandschef will der Aufsichtsrat nach eigenen Ausführungen die Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensfortführung bei Konsum geschaffen haben. Fakt ist, dass Roger Ulke, der seit Ende der 90er Jahre zum Aufschwung des Unternehmens beigetragen hat, weiterhin als Vorstandsmitglied Einkauf, Vertrieb, Marketing und Expansion verantwortet und damit die entscheidenden Bereiche des Einzelhandels.

Roger Ulke gilt in der Branche als sehr engagiert und zielstrebig. Er war neben seiner Arbeit über Jahre in verschiedenen Gremien der Industrie- und Handelskammer (IHK) tätig und unter anderem bis 2012 ehrenamtliches Präsidiumsmitglied. Unter dem alten Chef hatte der Konsum jedoch 2011 herbe Tiefschläge erlitten. Die gescheiterte Expansion der Ladenkette ins westdeutsche Franken brachte damals acht Millionen Euro Miese. Zudem schröpfte ein Rechtsstreit mit der Centrum-Galerie das Unternehmen.

Der Geschäftsbetrieb habe 2012 erneut schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und dem nach wie vor ungebremst wachsenden Konkurrenzdruck standhalten müssen, heißt es im aktuellen Geschäftsbericht. Der Kundenanteil sei um 5,8 Prozent leicht gesunken. Die Lebensmittelkette erwirtschaftete 2012 einen Jahresumsatz in Höhe von 106 Millionen Euro, was in etwa den Bruttoumsätzen der beiden Vorjahre gleichkommt. Immerhin konnte man im Vergleich zum verlustreichen Krisenjahr 2011 einen Gewinn von 380 000 Euro verbuchen und an die Genossenschaftsmitglieder nach der Flaute wieder Dividenden ausschütten. Die Konsum Dresden eG besitzt derzeit 32 Filialen in Sachsen und zwei in Bayern - mit insgesamt etwa 850 Angestellten. Der eingetragenen Genossenschaft gehören knapp 24 000 Mitglieder an.

Laut IHK-Sprecher Jan Fiehler gibt es in Dresden trotz häufiger gegenteiliger Meinungen keine Indikatoren für einen laufenden Verdrängungswettbewerb im Einzelhandel. "Der Markt ist gut aufgeteilt", betont Fiehler.

Madeleine Arndt

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.08.2013

Madeleine Arndt

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