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Grundstein für neuen Schulstandort in Dresden-Tolkewitz gelegt

Schulneubau kostet mehr als 65 Millionen Euro Grundstein für neuen Schulstandort in Dresden-Tolkewitz gelegt

Am Mittwoch, 28. September, wurde der Grundstein für den neuen Doppelschulstandort in Dresden-Tolkewitz gelegt. Bis Februar 2018 sollen auf dem 12 000 Quadratmeter großen Gelände des ehemaligen Straßenbahnhofs zwei viergeschossige Schulgebäude sowie eine Vierfeld- und eine Zweifeld-Sporthalle gebaut werden.

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So soll der neue Doppelschulstandort in Tolkewitz aussehen, wenn er im Februar 2018 fertig ist.

Quelle: Architektengemeinschaft Zimmermann – Architekten BDA und Architekturbüro Raum und Bau GmbH

Dresden. „Ich kann von meinem Dienstzimmer aus sogar sehen, ob sich die Kräne drehen oder nicht“, meinte Andreas Neubert gestern schmunzelnd. Der Leiter der 32. Oberschule „Sieben Schwaben“ ist mit „seinen“ Lehrern und Schülern im Ausweichquartier am Berthelsdorfer Weg untergebracht, bis der Schulneubau in Tolkewitz fertig ist. Am 28. September legte Neubert gemeinsam mit Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sowie Stesad-Geschäftsführer Axel Walther den Grundstein für den neuen Doppelschulstandort.

Der Schulstandort gehört mit 64,5 Millionen Euro zu den größten städtischen Schulbauvorhaben. Die Stadt finanziert ihn vollständig aus Eigenmitteln. Die Stesad fungiert erstmals nicht nur als Projektsteuerer, sondern als Generalübernehmer. Bis Februar 2018 sollen auf dem insgesamt 12 000 Quadratmeter großen Gelände des ehemaligen Straßenbahnhofs zwischen Wehlener und Kipsdorfer Straße und dem dazugehörigen ehemaligen Lagerplatz in Tolkewitz zwei jeweils viergeschossige Schulgebäude mit neuen Pausenfreiflächen sowie eine Vierfeld- und eine Zweifeld-Sporthalle mit dazugehörigen Sportfreiflächen gebaut werden.

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Am 28. September wurde der Grundstein für den neuen Doppelschulstandort in Dresden-Tolkewitz gelegt. Bis Februar 2018 sollen auf dem 12 000 Quadratmeter großen Gelände des ehemaligen Straßenbahnhofs zwei viergeschossige Schulgebäude sowie eine Vierfeld- und eine Zweifeld-Sporthalle gebaut werden.

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Den alten Straßenbahnhof haben die Dresdner Verkehrsbetriebe von Oktober 2015 bis Mai dieses Jahres abgerissen. Anfang Juni begannen die Tiefbau- und Mitte August die Rohbauarbeiten. Historische Bausubstanz wird integriert: Teile des historischen Dachtragewerks mit Fachwerkträgern und gusseisernen Stützen sollen die Pausenfreiflächen ergänzen. Die Giebelwand an der Nordseite, Kipsdorfer Straße, erhält Originalbauteile.

Dresden stecke wie kaum eine andere Stadt in Deutschland Geld in Schulen, sagte Oberbürgermeister Hilbert bei der Grundsteinlegung. „Jeder zweite Euro, den die Stadt investiert, fließt in Schulbauprojekte“, betonte er mit Blick auf den kommenden Doppelhaushalt und die mittelfristige Finanzplanung. Mehr als eine halbe Milliarde Euro sei eine gewaltige Summe. Er, Hilbert, hoffe, dass es gelingt, beim neuen Schulcampus im Zeit- und Kostenrahmen zu bleiben.

Zugleich verwies er darauf, dass die Stadt zwar einen sehr hohen Anteil an Universitätsabsolventen an den Beschäftigten habe, aber auf einen Riesenengpass bei Facharbeitern zusteuere. Daher freue er sich, dass die Schüler der 32. Oberschule mit dem Tolkewitzer Schulneubau sehr gute Bedingungen vorfinden dürften.

Aus der Geschichte

1896: „Dresdner Straßenbahngesellschaft“ kauft zehn Hektar in Tolkewitz aus dem Bestand des ehemaligen Bauernhofs Palitzsch

1899: Straßenbahnhof Tolkewitz geht in Betrieb

1920: Volksbad Tolkewitz wird nebenan eröffnet

1945: Straßenbahnhof durch Bomben schwer beschädigt

1945-47: Wiederaufbau

1986: Großbrand zerstört Halle C

2007: DVB geben Straßenbahnhof Tolkewitz auf

2016-2018: auf dem Gelände wird ein neuer Doppelschulstandort für Gymnasium Tolkewitz (ca. 1120 Schüler) und 32. Oberschule (680 Schüler) gebaut

67 Architekturbüros hatten sich seinerzeit für das millionenschwere Mammutprojekt beworben, 15 sind eingeladen worden, ihre Entwürfe vorzustellen. Das Rennen gemacht hat die Arge Dresden-Tolkewitz. „Ein sehr schöner Entwurf, der eine tolle Lernatmosphäre schaffen wird“, betonte Stesad-Geschäftsführer Walther.

Schulleiter Neubert freute sich vor allem auf die neue Sporthalle. „Die Schüler mussten öfter in andere Hallen ausweichen, weil der Platz nicht langte, und die letzten hatten freitags bis 18.15 Uhr Sportunterricht“, berichtete der 60-Jährige. Abgesehen davon sei er froh und glücklich, dass er nicht von der „Platte“ am Berthelsdorfer Weg direkt in Rente gehe, sondern die neue Schule noch einige Jahre leiten werde.

Von Katrin Richter

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