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Grünes Licht für Dresdner Lahmann-Sanatorium: Baustart im Sommer

Grünes Licht für Dresdner Lahmann-Sanatorium: Baustart im Sommer

"Herr Dietze, Sie haben grünes Licht. Passt alles, oder?" Sichtlich gut aufgelegt kommentierte gestern Dresdens Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) das positive Votum des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bau zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Lahmann-Sanatorium".

Der Dresden-Chef des Investors Baywobau, Bernd Dietze, verfolgte die Sitzung der Stadtratsvertreter von der Zuschauerreihe aus. Linke und Grüne störten sich dabei an dem geplanten "beschleunigten Verfahren" ohne Umweltverträglichkeitsprüfung und breite Bürgerbeteiligung, weswegen es nur in zwei von drei Abstimmungspunkten ein einstimmiges "Ja" gab.

"Warum müssen wir hier ein beschleunigtes Verfahren durchziehen und lassen uns nicht ein wenig mehr Zeit. Immerhin grenzt das Lahmann-Sanatorium unmittelbar an das Landschaftsschutzgebiet Dresdner Heide", fragte Grünen-Stadtrat Thomas Löser in die Runde. Bereits in den vergangenen Wochen verwiesen Stadtspitze und Baywobau in diesem Punkt auf den noch immer fortschreitenden Verfall der Gebäude.

"Die Doktorlaube und einige Häuser minderwertigerer Natur mussten wir bereits - alles in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz - abreißen", erklärte Dietze. Ein Vertreter des Stadtplanungsamtes betonte, dass ein vereinfachtes Verfahren beim Lahmann-Areal rechtlich sauber sei und die Baywobau eine Umweltverträglichkeitsprüfung abseits der formalen Instanzen durchgeführt habe. "Vergessen wir nicht. Wir reden hier über ein städtebauliches Juwel, das wir seit 20 Jahren entwickeln wollen und endlich ist ein Investor bereit, dies für uns zu tun", betonte Axel Bergmann (SPD). Hans-Joachim Brauns von der CDU sprach von einer "Rettung in letzter Minute" für das Lahmann-Sanatorium.

Seit die Baywobau das 3,6 Hektar große Gelände nördlich der Bautzner Landstraße vor einem Jahr der Augustinum Wohnstifte gGmbH in München abgekauft hatte, laufen die Planungen für den Umbau auf Hochtouren. Rund 40 Millionen Euro will Dietzes Unternehmen investieren. Restauriert werden sollen der Heinrichshof, das Herren- und Damenbad sowie das Hirschbad und der imposante Wandelgang. Außerdem sind Neubauten in Form von Wohnvillen und Einfamilienhäusern geplant.

"Wir werden Ende April in den Verkauf gehen, scharfer Start für die Bauarbeiten wäre dann im Juni oder Juli am Heinrichshof und im August an der neuen Tiefgarage", kündigt Dietze auf DNN-Anfrage an. "Alles in allem Wohnraum für 200 bis 250 Menschen."

Wie der weitere Fahrplan aussieht, ist jedoch noch nicht im Detail bekannt. "Wir müssen bei solch einem großen Projekt Schritt für Schritt vorgehen. Deshalb haben wir auch die geplante Ansiedlung von Gewerbe nach hinten geschoben und konzentrieren uns vorerst voll auf den Bau und Vertrieb der Eigentumswohnungen", so Dietze.

Das ehemalige Lahmann-Sanatorium auf dem Weißen Hirsch zählt zu den exklusivsten Grundstücken in Dresden. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts erholten sich Gäste aus ganz Europa in der berühmten Heilstätte. 1945 besetzte die Sowjetarmee das Areal. Seit dem Abzug der Russen ist es dem Verfall preisgegeben gewesen. Augustinum hat seinerzeit 500 000 Euro in Notsicherungsarbeiten investiert.

www.dr-lahmann-park.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.01.2012

Christoph Stephan

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