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Grünen-Stadtrat Torsten Schulze sieht Nachholbedarf bei Nutzung Erneuerbarer Energien

Grünen-Stadtrat Torsten Schulze sieht Nachholbedarf bei Nutzung Erneuerbarer Energien

Dresden verfügt über die besten Voraussetzungen für die Nutzung Erneuerbarer Energien, sagt Grünen-Stadtrat Torsten Schulze. "An der Technischen Universität und der Hochschule für Technik und Wirtschaft wird dazu geforscht und entwickelt.

" Es gebe eine Vielzahl kleiner und mittelständischer Unternehmen, die auf dem Gebiet tätig seien. "Wir haben Planungsbüros und Errichterfirmen, es gibt sogar ein Förderprogramm der Ostsächsischen Sparkasse."

Doch die Stadt macht zu wenig aus ihren Möglichkeiten, findet Schulze. "Der Ertrag ist gering." Der Gesamtstromverbrauch der Stadt beträgt 2560 Gigawattstunden pro Jahr. Davon werden aber nur 94,5 Gigawattstunden durch Anlagen erzeugt, die Erneuerbare Energien verwenden. Das sind gerade mal 3,69 Prozent. "Viel zu wenig", meint der Grünen-Stadtrat. So gebe es nur zwei kleinere Wasserkraftwerke im Plauenschen Grund, die Zahl der Solaranlagen liege knapp über 1000. "Die Stadt muss selbst mit gutem Beispiel vorangehen", fordert Schulze und beklagt eine restriktive Vergabepolitik bei öffentlichen Dächern. Früher habe das Schulverwaltungsamt selbst schalten und walten können, es seien etwa 20 Anlagen auf Schulhausdächern entstanden. "Jetzt ist das Liegenschaftsamt dafür zuständig und die Zahl der Anlagen ist drastisch gesunken", kritisiert Schulze. 2012 sei noch eine Anlage auf dem Gymnasium Bühlau errichtet worden. "Seitdem ist nicht mehr viel geschehen."

Der Grünen-Politiker fordert, dass bei allen öffentlichen Bauvorhaben der Einbau von Solardächern geprüft wird. Das hätte auch bei der Sanierung des Rathauses geschehen müssen. Zwar seien herkömmliche Solarmodule aus Denkmalschutzgründen auf dem Rathausdach nicht möglich, aber mittlerweile gebe es längst weniger auffällige organische Module. "Da wurde die Chance vertan, ein Signal zu setzen", findet Schulze.

Auch der Einbau von Wärmepumpen in öffentlichen Neubauten und die Möglichkeit von Nahwärmekreisen beispielsweise an Schulen und Kindertagesstätten sollte bei jedem Vorhaben geprüft werden. Außerdem schlägt Schulze eine solare Bauleitplanung vor, bei der zum Beispiel neue Eigenheime an einem Standort so angeordnet werden, dass Solarmodule auf dem Dach einen optimalen Ertrag erzielen können. "Wir müssen das Interesse an der Nutzung Erneuerbarer Energien deutlich steigern", fordert er.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.03.2014

Thomas Baumann-Hartwig

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