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Grotesker Streit um Zeltmensa an der TU Dresden

Grotesker Streit um Zeltmensa an der TU Dresden

Das jahrelange Tauziehen um die Sanierung der Neuen Mensa am Fritz-Foerster-Platz wird immer grotesker. Jetzt fechten die Landesdenkmalpfleger, das Studentenwerk Dresden und die TU einen erbitterten Streit über den Standort der benötigten Interims-Mensa aus.

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Mit bislang offenem Ausgang.

Geld für die Modernisierung der baufälligen Neuen Mensa, die zwischen 1974 und 1978 errichtet wurde, ist derweil nach wie vor keines da. Trotzdem stellt Stephan Gößl, Sprecher des sächsischen Finanzministeriums, gegenüber den DNN unmissverständlich klar: "Die Neue Mensa wird im Sommer geschlossen." Er könne jedoch nicht verbindlich sagen, ob das Vorhaben im nächsten Doppelhaushalt 2015/2016 Berücksichtigung findet, sprich ob Geld für die Sanierung eingestellt wird. "Wir befinden uns gerade am Anfang der Haushaltsaufstellung", erklärt Gößl.

Im Studentenwerk liegen unterdessen die Nerven blank, da die Suche nach einem Standort für die provisorische Zeltmensa in einer Sackgasse gelandet ist. "Der von uns favorisierte Standort, die Wiese hinter der Neuen Mensa neben dem Willers-Bau, wurde vom sächsischen Landesamt für Denkmalpflege abgelehnt, da es sich um ein 'Gartendenkmal' handelt", sagt die Sprecherin des Studentenwerks, Heike Müller, auf Anfrage. Dass genau auf der gleichen Wiese einmal im Jahr die Campusparty mit einer großen Bühne und mehr als 10 000 Besuchern stattfindet, ficht die Denkmalschützer dagegen nicht an. Eine Anfrage unserer Zeitung dazu lässt das Amt seit Wochen unbeantwortet.

Als Zweitwunsch hatte das Studentenwerk die Wiese hinter dem Hörsaalzentrum in den Ring geworfen. Diesem Plan erteilte wiederum das Rektorat der TU eine Absage. "Gegen die Wiese hinter dem HSZ spricht, dass damit eine zentrale Kommunikationsfläche verloren ginge, die auch für Veranstaltungen wie zum Beispiel den Uni-Tag genutzt wird", meint TU-Sprecherin Kim-Astrid Magister. Als Kompromiss steht nun eine Fläche an der Nürnberger Straße im Raum - zwischen dem Fritz-Foerster-Platz und dem Nürnberger Platz, wo bis vor einiger Zeit mal alte Baracken standen. "Dieser Standort ist aus Sicht des Studentenwerks Dresden verkehrsmäßig und wirtschaftlich ungünstig, da er sich sehr nah an der viel befahrenen Nürnberger Straße befindet und schlecht zu erreichen ist", ärgert sich Müller. Die Fronten im Streit um die neue Zeltmensa sind also mehr als verhärtet.

Sprichwörtlich in der Luft hängt auch die beliebte Bierstube, die seit über 15 Jahren in der Neuen Mensa ansässig ist. "Wir arbeiten derzeit an einer Interimslösung für den Zeitraum der Schließung bis Ende der Sanierung der Mensa. Bisher gibt es da allerdings noch nichts konkretes, weswegen wir uns vorerst bedeckt halten", erklärt Nancy Heinze, die 1. Vorsitzende des Vereins "Klub Neue Mensa". Sie wünscht sich mehr Unterstützung von Seiten des Rektorates, aber dort sei man sich über die Stellung der Bierstube innerhalb des TU-Geländes anscheinend nicht im Klaren. "Als Begegnungsstätte für Studenten und Professoren (!) sind wir einzigartig auf dem Campus und versuchen natürlich unser Bestes, zu diesem Zweck und um das Angebot an Kunst und Kultur hier zu erhalten, präsent zu bleiben", sagt Heinze unter anderem mit Blick auf eine Konzertreihe, die im vergangenen Sommer gestartet wurde.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.01.2014

Christoph Stephan

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