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Großes Projekt, große Visionen für den Dresdner Fernsehturm

Fernsehturmverein Großes Projekt, große Visionen für den Dresdner Fernsehturm

Eine Seilbahn quer über das Elbtal soll zukünftig Touristen zur neuen Attraktion Dresdens gondeln – dem Fernsehturm. Die Pläne des Fernsehturmvereins für ihre „Wachwitzer Nadel“ sind groß, doch die nüchternen Fakten zeichnen ein trüberes Bild.

Eine Seilbahn, die zur Wissenschaftsstation „Televersum“ fährt, ist die Vision des Fernsehturmvereins. Scannen Sie das Bild für ein Video.
 

Quelle: Visualisierung: K.U.L.T.OBJEKT Dresden

Dresden. Eine Seilbahn quer über das Elbtal soll zukünftig Touristen zur neuen Attraktion Dresdens gondeln – dem Fernsehturm. Die Pläne des Fernsehturmvereins für ihre „Wachwitzer Nadel“ sind groß, doch die nüchternen Fakten zeichnen ein trüberes Bild. Für die komplexe Sanierung fehlt es an Interessenten, ein EU-konformer Brandschutz ist fast unmöglich und das allerwichtigste: für die Umsetzung der Visionen fehlt Geld.

Doch davon lässt sich der Verein nur wenig beeindrucken, immerhin besteht Hoffnung. Eine Machbarkeitsstudie von Stadt, Land und Telekom wird bis März 2017 Klarheit schaffen, ob und wie der Fernsehturm reaktiviert werden kann. Bis es soweit ist, arbeitet der Verein weiter an den ganz großen Visionen – und holt sich dafür prominente Unterstützer ins Boot. Beim ersten von drei offiziellen Treffen bis zur Veröffentlichung der Studie waren unter anderem Riina Roosipuu, Leiterin der Tallinner Fernsehturmgesellschaft und Wolfgang Laas, Ex-Betriebsleiter der Koblenzer Seilbahn zu Gast.

Roosipuu verwirklichte in den vergangenen Jahren mit ihrem Team in Tallin das, was man auch in Dresden erreichen will: Ein wegen des Brandschutzes stillgelegter Fernsehturm ist restauriert worden und zieht als Touristenattraktion mehrere Hunderttausende Besucher pro Jahr in die Stadt. Auch wie in Dresden war die Treppe des Fernsehturms in Tallin für einen brandschutzkonformen Umbau zu schmal. Die Lösung dort ist ein Brandschutzraum innerhalb der Kuppel. Möglich wäre das auch in Dresden.

Das wichtigste für eine Realisierung sei aber nicht der Brandschutz, sondern der Konsens und die Zusammenarbeit zwischen Bürgern und Politik, so Roosipuu. Zwar erfordere das viel aufwendige Lobbyarbeit und Planung, doch die Mittel von der EU stünden generell bereit. Brüssel stellt den nächsten Jahren allein für europäische Gemeinschaftsprojekte über 60 Milliarden Euro zur Verfügung. Deshalb, so sind sich die Mitglieder des Fernsehturmvereins sicher, dürfe man keine kleinen Brötchen backen, sondern müsse gemeinsam an einem Strang ziehen.

Auch Wolfgang Laas aus Koblenz berichtete vom Erfolg der Seilbahn über den Rhein und hält eine ähnliche Lösung in Dresden nicht nur für möglich, sondern auch für sehr erfolgversprechend. Prominente Unterstützung erhält der Verein auch durch den Schauspieler Uwe Steimle, der den Fernsehturm auch schon einmal einfach zum Weltkulturerbe ausrief und seine Dresdner genau kennt: „Wir brauchen immer eine Vision. Nach der Frauenkirche und der ’Brücke’ ist nun der Fernsehturm dran!“

Von Sebastian Burkhardt

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