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Großeinsatz wegen leerem Koffer – Gericht stellt Verfahren ein

Angeklagter nicht verhandlungsfähig Großeinsatz wegen leerem Koffer – Gericht stellt Verfahren ein

Es war ein ungewöhnlicher Fall um einen herrenlosen Koffer den der Dresdner Amtsrichter Roland Wirlitsch gestern auf dem Tisch hatte. Besagtes Gepäckstück hatte am Morgen des 18. November 2015 in einem Zug für einige Aufregung gesorgt. Fahrgäste hatten das Gepäckstück in einem Abteil, versteckt unter einer Sitzbank, entdeckt und das Personal informiert.

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Quelle: dpa

Meißen/Dresden. Es war ein ungewöhnlicher Fall um einen herrenlosen Koffer den der Dresdner Amtsrichter Roland Wirlitsch gestern auf dem Tisch hatte. Besagtes Gepäckstück hatte am Morgen des 18. November 2015 in einem Zug für einige Aufregung gesorgt. Fahrgäste hatten das Gepäckstück in einem Abteil, versteckt unter einer Sitzbank, entdeckt und das Personal informiert. Am Bahnhof Meißen-Triebischtal rückte die Polizei und ein Sprengstoffkommando an. Zug und Bahnhof wurden geräumt und der Koffer untersucht. Dann gab es Entwarnung – er war leer. Ein Zufall oder ein makabrer Streich, wenige Tage nach den Sprengstoffanschlägen in Paris? Polizei und Staatsanwaltschaft ermittelten.

Bilder der Überwachungskamera im Zug zeigten einen Mann mit einem Koffer, der am Dresdner Hauptbahnhof das leere Abteil betrat, das Gepäckstück unter der letzten Bank versteckte und das Abteil wieder verließ. Dieser Mann war Heiko O. Bei seiner Vernehmung durch die Polizei hatte er angegeben, den Koffer am Hauptbahnhof gefunden und mitgenommen zu haben. Als er merkte, dass er leer war, wollte er ihn einfach wieder loswerden. Er brachte ihn in den Zug, versteckte ihn und stieg wieder aus.

Wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten, so nennt sie das Delikt juristisch korrekt, erhielt der 43-Jährige einen Strafbefehl über 40 Tagessätze à zehn Euro und legte Widerspruch ein. Eigentlich nicht er, sondern sein Betreuer, denn der 43-Jährige leidet unter einer schizophrenen Erkrankung mit erheblichen Denkstörungen. Der Angeklagte erschien gestern auch nicht vor Gericht. Herr O. sei nicht in der Lage, dem Verfahren zu folgen, teilte der Psychiater des Gesundheitsamtes in einem Attest mit. Absichtlich, um für Chaos zu sorgen, hatte der Angeklagte den Koffer nicht versteckt. Wirlitsch stellte auf Antrag der Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen Heiko O. ein.

Von Monika Löffler

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