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Große Freude in Dresden: Die TU Dresden erhält Zuschlag als Exzellenz-Universität

Große Freude in Dresden: Die TU Dresden erhält Zuschlag als Exzellenz-Universität

Dresden. Die TU Dresden hat es geschafft. Am Freitag erhielt die Hochschule von Wissenschaftsrat und Deutscher Forschungsgemeinschaft offiziell den Zuschlag als Exzellenz-Universität.

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Die TU Dresden ist Exzellent: Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) gratuliert Rektor Hans Müller-Steinhagen.

Quelle: dpa

In der Alten Mensa bestätigte Rektor Hans Müller-Steinhagen vor den Augen von Oberbürgermeisterin Helma Orosz und Ministerpräsident Stanislaw Tillich (beide CDU) sowie vielen weiteren vielen Gästen die Entscheidung mit einem triumphierenden „Ja", als er die Bühne des Dülfersaals betrat. „Jetzt sind wir offiziell eine Exzellenzuniversität", freute er sich. „Das ist ein ganz großer Tag für die TU Dresden." Alle vier Teilanträge wurden bewilligt. Es sei ein Erfolg für die gesamte Universität - von den Professoren über die Mitarbeiter bis hin zu den Studenten.

„Meine Herren Exzellenzen – Sie sind es jetzt“, bedankte sich Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). „Dieses Mal können wir gemeinsam stolz auf die Leistung sein.“ Er bekräftigte zudem noch einmal die Unterstützung des Freistaates für die TU Dresden. Das Land werde alles tun, um das Erreichte zu bestätigen.

Auch Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) bedankte sich „Es ist ein großer Ansporn für uns alle“, sagte sie. Die Kooperationen zwischen Uni und Stadt sollen weitergeführt und verbessert werden. So soll die TU so bald wie möglich eine neue Kindertageseinrichtung bekommen. Es sei „ein Tag der Zukunft“, so Orosz. „Ich freue mich auf weiteren Zuwachs von Studenten“, sagte sie und rief den Ministerpräsidenten damit auf, die Kapazitäten an der TU zu vergrößern.

Neben der TU Dresden wurden auch die Humboldt-Universität Berlin sowie die Universitäten Bremen und Köln zu Elite-Hochschulen befördert. Damit dürfen sich elf Universitäten bis 2017 jetzt mit dem Titel Elite-Universität schmücken. Dies sind neben den Aufsteigern HU Berlin, Bremen, Dresden und Köln die beiden Münchner Universitäten, die FU Berlin, Konstanz, Heidelberg, die RWTH Aachen und Tübingen. In Sachsen hatte auch die TU Chemnitz Grund zur Freude. Den Chemnitzern wurde ein Exzellenzcluster „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" bewilligt.

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Am Verbund der exzellenz-Bewerbung sind selbst die Staatlichen Kunstsammlungen beteiligt.

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Neben einem Prestigegewinn erhält die TU Dresden in den kommenden Jahren nun Fördergelder in Höhe von bis zu 170 Millionen Euro.

Bereits vor der offiziellen Bestätigung durch die Pressekonferenz von Wissenschaftsrat und Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) gab es die ersten Glückwünsche: „Diese prestigeträchtige Auszeichnung wird dem hervorragenden Wissenschafts- und Forschungsstandort Dresden auf lange Sicht zusätzliche Attraktivität bringen. Nicht nur die Universität selbst, sondern auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie weitere Gründer- und Innovationszentren, ja die ganze Stadt, werden von dieser Entscheidung profitieren können“, freute sich die Dresdner CDU-Stadtratsfraktion.

„Dass die Technische Universität Dresden nun den Titel Exzellenzuniversität tragen darf, ist eine große Chance für den Freistaat und die neuen Bundesländer insgesamt. Mit der Anziehungskraft dieses Titels können noch mehr innovative Unternehmen nach Sachsen gelockt werden, was die sächsische Hochschullandschaft insgesamt und die Wirtschaftsregionen stärkt“, teilte Nico Tippelt, hochschulpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag, mit.

Die TU war mit vier Anträgen ins Rennen gegangen: einerseits mit der Graduiertenschule „Dresden International Graduate School for Biomedicine and Bioengineering“, die bereits im Rahmen der Exzellenzinitiative gefördert wird und nun fortgesetzt werden soll. Sie zielt darauf, die weltweit besten Nachwuchswissenschaftler auf den Gebieten der Zellbiologie, Biomedizin, Biophysik und des Bioengineerings auszubilden.

Eine weitere Rolle spielten zwei Exzellenzcluster: Das „Center for Regenerative Therapies Dresden“ betreibt Grundlagenforschung für bessere Therapieverfahren unter anderem für Leukämie, Diabetes und Herzkreislauferkrankungen. Das Projekt wird ebenfalls seit 2006 mit jährlich 1,5 Millionen Euro gefördert. Der Fortsetzungsantrag hat ein finanziellen Umfang von 41,3 Millionen Euro. Beim zweiten Cluster - „Center for Advancing Electronics Dresden“ - geht es um die Zukunft der Datenverarbeitung. Die Förderungssumme würde rund 40 Millionen Euro betragen. Beide wurden jetzt bestätigt.

Hinzu kommt die dritte Förderlinie. Beworben hat sich die TU Dresden mit dem Zukunftskonzept „The Synergetic University“, das auf einem Verbund der Universität mit 15 führenden Forschungs- und Kulturinstitutionen im Großraum Dresden basiert. Damit sollen Synergien in Forschung, Lehre und wissenschaftlicher Infrastruktur erzielt werden. Die Partner - unter ihnen auch die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und das Deutsche Hygiene-Museum - wollen unter anderem neue Forschungsschwerpunkte identifizieren und Spitzenkräfte rekrutieren.

sl / lbo

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