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Größtes Forschungsgerät Sachsens startet in Dresden-Rossendorf

Größtes Forschungsgerät Sachsens startet in Dresden-Rossendorf

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat das größte Forschungsgerät des Freistaates übergeben. Das neue ELBE-Zentrum für Hochleistungsstrahlenquellen im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf soll Wissenschaftler aus aller Welt anziehen.

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Das neue ELBE-Zentrum für Hochleistungsstrahlenquellen im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf soll Wissenschaftler aus aller Welt anziehen.

Quelle: dapd

Er wünsche, dass die einzigartigen Experimentiermöglichkeiten zu herausragenden Forschungsergebnissen führten, sagte Tillich am Donnerstag. In den Ausbau des Zentrums fließen rund 55 Millionen Euro, 34 Millionen davon stellt der Freistaat bereit.

Das Kürzel ELBE steht für Elektronen-Linearbeschleuniger für Strahlen hoher Brillanz und niedriger Emittanz. Herz der Forschungsmaschine ist ein supraleitender Beschleuniger, der Elektronen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit bringt. Das Helmholtz-Zentrum spricht von einer sehr vielseitigen Forschungsanlage, weil Wissenschaftler mit Strahlen unterschiedlichster Art experimentieren können.

Dabei geht es zum Beispiel um die Erforschung innovativer Materialien.Nach eigenen Angaben entwickelt das Helmholtz-Zentrum daneben einen Laserbeschleuniger für den Einsatz bei Krebstherapien. Die Investitionsmittel flossen zunächst in einen Anbau an die alte Strahlungsquelle ELBE. Nach und nach sollen weitere Geräte folgen und neue Labore eingerichtet werden.

Hintergrund:

Hochleistungs-Strahlenquellen werden heute für ganz unterschiedliche Forschungsgebiete benötigt. Mediziner sind genauso auf die kleinen Teilchen angewiesen wie Materialforscher. Sie können mit Positronen beispielsweise kleinste Materialfehler ausfindig machen. Die neue Forschungsanlage am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) besitzt auch Laser, die Teilchen effektiv beschleunigen können. Sie haben eine fast unvorstellbare Leistung.

Nach Angaben von Helmholtz kommt der sogenannte DRACO-Laser im HZDR bereits heute auf 150 Terrawatt. Das entspreche der Leistung aller Kraftwerke der Welt. Allerdings sei ein einzelner Laserpuls nur 30 Femtosekunden lang, was nach menschlichen Maßstäben gleichfalls kaum vorstellbar ist: Eine Femtosekunde ist der millionste Teil einer milliardstel Sekunde. Die Laserphysiker im Helmholtz-Zentrum wollen DRACO nun auf 500 Terawatt erweitern.

Große Hoffnungen setzt auch die Krebstherapie auf Hochleistungs- Strahlen. Bisher werden etwa 60 Prozent der Krebspatienten in Deutschland bestrahlt - meist mit ultraharten Röntgenstrahlen. Sie entfalten ihre Wirkung jedoch schon auf dem Weg zum Tumor und zerstören nach dessen Durchdringen weiteres gesundes Gewebe. Protonen hingegen sollen erst im Tumor ihre volle Kraft entfalten und die „Kollateralschäden“ gering halten.

dapd/dpa

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