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Gräberfeld für Muslime wird auf dem Dresdner Heidefriedhof eingeweiht

Gräberfeld für Muslime wird auf dem Dresdner Heidefriedhof eingeweiht

Immer mehr Muslime lassen sich heute nach ihrem Tod in ihrer Wahlheimat Dresden bestatten. In früheren Jahren wären die meisten Verstorbenen zur Beerdigung noch in ihre Herkunftsländer zurückgeführt worden, sagt Robert Arnrich, Betriebsleiter des Städtischen Friedhofs- und Bestattungswesens.

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Islamische Regeln schreiben vor, Tote in Leinentücher eingewickelt zu bestatten.

Quelle: dpa

Den Trend hat nun auch die Stadt erkannt.

Deshalb wird der seit 1996 existierende kleine Bestattungsort auf dem städtischen Heidefriedhof nun zu einem großen muslimischen Gräberfeld erweitert. Die Einweihung findet am Donnerstagnachmittag mit einem kleinen Festakt für geladene Gäste statt. Vertreter der drei muslimischen Gemeinden in Dresden werden dabei sein: die Türkisch-islamische Gemeinde, das Islamischen Zentrum und das Marwa Elsherbiny Kultur- und Bildungszentrum. Dresdens Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hält eine Ansprache.

Auf der 440 Quadratmeter großen Anlage können etwa 70 Verstorbene beigesetzt werden, wie Arnrich erläutert. „Bei Bedarf können wir sie später auch erweitern." Durch eine Hecke ist sie von benachbarten Gräbern abgegrenzt. So ist es in muslimischen Bestattungsregeln festgeschrieben. Die Gräber sind in Richtung Mekka ausgerichtet. Ebenso wie der neu errichtete Tisch, auf dem der Tote zur Verabschiedungszeremonie aufgebahrt werden kann.

Neu ist auch eine Wasserstelle, an der die Trauernden rituelle Waschungen von Händen, Füßen und Gesicht vollziehen können. Daneben ist eine Bank zum Sitzen aufgestellt worden. Islamische Regeln schreiben vor, Tote in Leinentücher eingewickelt zu bestatten. In Dresden allerdings müssen sich Muslime Arnrich zufolge dem sächsischen Bestattungsgesetz beugen, das einen Sarg vorschreibt. Der werde auch durch Personal des Bestattungswesens in die Erde gebettet.

 

Ansonsten müssen auch die Muslime die üblichen Begräbnisgebühren entrichten. Wie alle sogenannten Erdwahlgräber können die Gräber 20 Jahre genutzt und anschließend verlängert werden.

Tomas Gärtner

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