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Grabungen am Dresdner Neumarkt: Archäologen spüren der Vergangenheit nach

Grabungen am Dresdner Neumarkt: Archäologen spüren der Vergangenheit nach

Alten Gemäuern auf den Grund geht derzeit ein Grabungsteam des Landesamts für Archäologie im Quartier VII/2 am Neumarkt. Das rund 1900 Quadratmeter große Areal zwischen Kulturpalast und Johanneum wird noch bis Ende September archäologisch untersucht.

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Grabungsmitarbeiterin Katrin Ruffani reinigt einen alten Kellerboden im Quartier VII/2 am Neumarkt per Besen, Schaber und Staubsauger.

Quelle: Stefan Schramm

Die Häuser in dem einst dicht bebauten Gebiet mitten im Dresdner Stadtkern waren bei den Luftangriffen vom 13. Februar nahezu komplett zerstört, ihre Reste danach abgerissen worden. Erhalten blieben – mit Ausnahme der Gewölbedecken – nur die Kellergeschosse mit ihren teils verrußten, teils in der Feuerhölle von 1945 rot gebackenen Sandsteinen. Die Keller wurden mit dem Schutt der abgebrochenen Ruinen verfüllt. Nun sind Grabungsleiterin Susanne Schöne und ihre elf Mitarbeiter dabei, den Schutt wieder zu entfernen und die Grundmauern vollends freizulegen. Interessant für sie sind außerdem die archäologischen Schichten unterhalb der Keller und in den nicht bebauten Innenhöfen. „Wir machen das, um Altes zu bewahren und zu dokumentieren und gleichzeitig Zukünftiges zu ermöglichen", erklärt Schöne.

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Noch bis September 2013 laufen im Quartier VII/2 am Neumarkt archäologische Grabungen.

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Zum Vorschein kamen bislang rund 300 Befunde, darunter Keller des 15. Jahrhunderts, zwei Brunnen, zwei Latrinen, Keramikscherben aus dem 14. Jahrhundert und ein noch undatierter Backofen im Keller des Trierschen Hauses. Es soll ebenso wie das benachbarte Dinglingerhaus am Jüdenhof, das als ein Höhepunkt der Dresdner Barockarchitektur gilt, als Leitbau des Quartiers wiederentstehen. Der Baubeginn ist für 2015 geplant. Unternehmer Michael Kimmerle investiert 25 Millionen Euro in das Projekt und rechnet mit rund zwei Jahren Bauzeit. Vorgesehen ist auch der Bau einer Tiefgarage, deretwegen acht Meter tief gegraben werden muss. Inwieweit die alten Kellergewölbe in die Neubauten einbezogen werden können, steht noch nicht fest. „Wir hoffen, einen richtig gut erhaltenen Keller zu finden, um dem Gebäude auch eine Historie zu geben", so Kimmerle. Ohnehin plane er, die in mehreren Kellern vorgefundenen historischen Bodenplatten aus Sandstein wieder zu verlegen.

Am 2. Juli lädt das Archäologenteam von 16 bis 18 Uhr zu kostenfreien öffentlichen Führungen auf das Grabungsgelände ein.

Stefan Schramm

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