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Google und IW Köln: Dresden ist "digitalste" Stadt

Google und IW Köln: Dresden ist "digitalste" Stadt

Aus dem Mund des kommissarischen Vertriebschefs von Google Deutschland klingt es großartig: Alastair Bruce erklärt zehn deutsche Städte, in denen Unternehmen ihre Geschäftsmodelle immer stärker mit dem Internet verknüpfen zu den "eTowns" des Jahres 2013. Dresden gehört im Postleitzahlgebiet 0 zu den Ausgezeichneten, die der Internet-Konzern gemeinsam mit dem Wirtschaftsforschungsinstitut IW Köln ermittelt hat.

Neben anderen Großstädten wie Kiel und Erfurt gehören auch mittelgroße Städte wie Frankenthal, Landau und Brandenburg/Havel dazu. Sie sollen deutschlandweit als Vorbilder für die Verknüpfung von Wirtschaft und Internet dienen.

Um diese Leuchttürme herum herrscht allerdings häufig Dunkelheit: Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) berichtete vor kurzem, dass rund 400000 private Haushalte in der Mark unterversorgt seien. Für viele Unternehmen reiche die Geschwindigkeit des Netzes nicht mehr aus. Und mittendrin: Brandenburg/Havel, einer der Gewinner der "eTown"-Auszeichnung. Vor allem in ländlichen Regionen gibt es Nachholbedarf, findet auch Franz-Reinhard Habbel vom Städte- und Gemeindebund. Eine Versorgung mit langsamen Raten bis zwei Megabit pro Sekunde, wie sie noch teilweise in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, in Sachsen und in Bayern vorkommen, seien fragwürdig.

Die Deutsche Telekom investiert laut Angaben des Sprechers Georg von Wagner jährlich Milliardenbeträge, um die Netzinfrastruktur und die Verbreitung der Bandbreite voranzutreiben. Allein 2013 sollen bis zu drei Milliarden Euro dafür zur Verfügung gestellt werden. Dabei beginnt die Wirtschaftlichkeit für die Telekom häufig erst in größeren Städten. Dazwischen liegen allerdings meist kleinere Dörfer, deren Versorgung ist oft mangelhaft und - auf die Einwohnerzahl gerechnet - teuer. Von Wagner fordert, dass sich auch andere Unternehmen für den Ausbau engagieren - "auf dem platten Land und in Städten."

Für Unternehmen wird das Internet essenziell. Google und IW haben im Rahmen des "eTown"-Projektes herausgefunden, dass 49 Prozent der befragten Unternehmen bei der Durchführung ihrer Geschäftsaktivitäten auf das Internet angewiesen sind. Habbel vom Städte- und Gemeindebund fügt hinzu, dass eine bessere Internetversorgung Einfluss auf alle gesellschaftlichen Bereiche habe. "Die Breitband-Infrastruktur ist die industrielle Lebensader des 21. Jahrhunderts."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.05.2013

Steffen Trumpf, dpa

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