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Globus-Sondersitzung im Bauausschuss Dresden auf Antrag der CDU vertagt

Globus-Sondersitzung im Bauausschuss Dresden auf Antrag der CDU vertagt

Dresden. In einer Sondersitzung sollte sich am Mittwochnachmittag ab 16 Uhr der Bauausschuss der Stadt Dresden mit dem Globus-Vorhaben auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs befassen.

Die SPD-Fraktion im Stadtrat wollte einen Ersetzungsantrag einreichen, der unter anderem beinhaltet, dass der Stadtrat das Globus-Projekt ablehnt.

Die Sitzung wurde jedoch auf Antrag der CDU vertagt. Mit der Vertagung auf Anfang März solle dem Eindruck entgegengewirkt werden, man wolle das Projekt unbedingt durchboxen, heißt es von Seiten der CDU. Das wiederum hätte man sich laut Axel Bergmann, bau- und verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, schon vor Ansetzen der Sondersitzung überlegen sollen. "Der Glaubwürdigkeit der Stadtplanung und des Stadtrats tun diese Spielchen und Wendemanöver jedenfalls nicht gut", sagt Bergmann.

Der nun nicht eingereichte Antrag der SPD beinhaltet gleichzeitig mit dem Nein zu Globus, dass sich der Rat zu dem einstimmig angenommenen Masterplan Leipziger Vorstadt bekennt und nördlich der Leipziger Straße ein neues Stadtquartier entwickelt. Zudem sollen zur Sicherung der denkmalgeschützten Eisenbahngebäude und Anlagen sowie zur Entwicklung der Grünflächen und der Kulturspange bis zu eine Millionen Euro bereitgestellt werden. Diese könnten laut SPD aus dem Vergleich mit dem Elbepark stammen.

Die Grünen, die das Projekt ebenfalls ablehnen, hatten im Vorfeld befürchtet, dass mit der von Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) einberufenen Sondersitzung der Stadtrat umgangen werden sollte. Marx vertrete eher die Interessen des Investors als die der Stadt, sagt der Fraktionsvorsitzende Thomas Löser.

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So sieht das Gelände des Leipziger Bahnhof aktuell aus.

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Gegen die Ansiedlung wird unter anderem die entstehende, enorme Verkehrsbelastung für die Gegend vorgebracht. Einzelhändler in der Neustadt und Pieschen führen um ihre Umsätze. Mangel an großen Einkaufszentren herrscht in Dresden laut SPD nicht. Stattdessen fehlen gewachsene Einzelhandelslagen an lebendigen Geschäftsstraßen.

Neben SPD und Grünen haben sich auch die Ortsbeiräte der Stadtteile Neustadt und Pieschen gegen das Projekt ausgesprochen. Auch die Konsum Dresden eG hat sich am Montag in einer Stellungnahme gegen die Ansiedlung ausgesprochen.

Doch egal, wie die Empfehlung des Bauausschusses im März schließlich ausfallen wird – sie ist für den Stadtrat nicht bindend.

fs

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