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Globetrotter will Werbekampagne mit Zelt vor der Semperoper in Dresden nicht mehr zeigen

Globetrotter will Werbekampagne mit Zelt vor der Semperoper in Dresden nicht mehr zeigen

Der Outdoor-Ausrüster Globetrotter will seine aktuelle und unfreiwillig brisant gewordene Werbekampagne in Dresden nicht länger zeigen. Das Unternehmen wirbt momentan mit einem Plakatmotiv, in dem ein Zelt vor der Semperoper steht.

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Die Werbung von Globetrotter wurde am Ende von der Realität überholt

Quelle: Globetrotter

Durch das Flüchtlingscamp, das drei Tage auf dem Theaterplatz stand, bekam die Werbung plötzlich eine politische Bedeutung.

„Unsere Kampagne verfolgt keinerlei politische Intentionen, vielmehr wollen wir unseren Saisonstart kommunizieren. Aus Respekt der Situation gegenüber haben wir uns entschlossen, die Kampagne nach Ablauf der bereits fest fixierten Buchungen, also in ein paar Tagen, in Dresden einzustellen und die Motive für die Printwerbung anzupassen“, teilte Sprecherin Alix von Melle gegenüber DNN-Online mit.

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Auch für andere Städte hatte das Unternehmen bekannte lokale Hintergründe genutzt

Quelle: Globetrotter

Die zusammen mit einer Werbeagentur entwickelte Kampagne sei bereits vor mehreren Wochen konzipiert und fotografiert worden. Dass wenig später Flüchtlingszelte vor der Semperoper stehen würden, war damals nicht zu ahnen. Das Motiv mit der Semperoper ist laut Globetrotter nur ein Teil der Kampagne. Auch in anderen Städtern mit Globetrotter-Filialen wurden Zelte vor den jeweiligen Wahrzeichen der Stadt aufgestellt und für die Werbung fotografiert.

Nach einer Flüchtlingsdemo am 28. Februar hatten mehrere Flüchtlinge und deren Unterstützer ein Protestcamp vor der Semperoper aufgeschlagen und angekündigt, einen Monat bleiben zu wollen. Die Stadt genehmigte zwar den Protest, verfügte allerdings, dass Zelte und Toiletten abgebaut werden müssen. Nach einem Entscheid des Verwaltungsgerichtes passierte dies auch am 3. März.

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Das Flüchtlingscamp vor der Dresdner Semperoper am Montag, 2. März

Quelle: Dominik Brüggemann

Am Abend zuvor hatte das Camp noch einmal für Schlagzeilen gesorgt. Nach der abendlichen Pegida-Demo waren rund 150 Menschen weiter zum Theaterplatz gezogen. Ein Teil der Camp-Gegner hatte daraufhin versucht, die dort stehenden Menschen anzugreifen, es flogen Böller und Flaschen in Richtung der Zelte. Zudem wurden verschiedene rassistische Parolen skandiert.

sl

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