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Globalfoundries steckt Milliarden in New Yorker Chipfabrik - Dresdner Werk fährt Produktion hoch

Globalfoundries steckt Milliarden in New Yorker Chipfabrik - Dresdner Werk fährt Produktion hoch

"Globalfoundries" (GF) baut seine neue Chipfabrik in Malta bei New York stärker aus als zunächst geplant: Nachdem der US-Chipauftragsfertiger bereits über viereinhalb Milliarden Dollar (3,8 Milliarden Euro) in die rund 20 000 Quadratmeter Reinraumfläche umfassende Fab (um die seinerzeit auch Dresden gekämpft hatte) gesteckt hat, soll die Produktionsfläche nun für weitere 2,3 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro) auf etwa 28 000 Quadratmeter erweitert werden, wie die Konzernzentrale mitteilte.

Insgesamt steigt damit die GF-Investition in diesen Standort auf 6,9 Milliarden Dollar (5,7 Milliarden Euro). Der Hauptgrund für diesen Ausbau sei die steigende Nachfrage der GF-Kunden, erklärte GF-Vizepräsident Eric Choh. "Bereits in der Bauphase von Fab 8 haben wir die Gebäudehülle von Modul 1 erweitert, da wir davon ausgingen, dass unser Geschäft kontinuierlich weiterwachsen würde. Heute sehen wir die steigende Nachfrage unserer Kunden insbesondere nach 28-nm-Produkten und freuen uns, nun die nächste Phase des Werksausbaus in Angriff zu nehmen."

Bei diesen 28-Nanometer-Chips handelt es sich um Halbleiter, deren kleinste Strukturen nur 28 Millionstel Millimeter messen und die besonders stromsparende beziehungsweise schnelle Halbleiterbausteine ermöglichen. Diese Technologie beherrscht im Unternehmensverbund bisher nur das Dresdner Werk, das derzeit seine 28-Nanometer-Produktion hochfährt.

Auch hier hatte Globalfoundries erst kürzlich zwei Milliarden Dollar (1,65 Milliarden Euro) ausgebaut. Rund eine Milliarde soll noch mal in diesem und in den kommenden Jahren in Dresden investiert werden. Derzeit wird unter anderem der Anbau "Annex" sowie die frühere AMD-Fabrik 30 - das heutige Modul 2 - mit modernenen Anlagen ausgerüstet, wie Standort-Sprecherin Karin Raths mitteilte. In der bisher prognostizierten Endkapazität sind im Dresdner Werk 80 000 Siliziumscheiben (Wafer) pro Monat vorgesehen. Derzeit beschäftigt GF hier rund 3400 Mitarbeiter.

In der neuen Fab in Malta/New York hat das Unternehmen bisher etwa 1800 Mitarbeiter angestellt. Dort soll durch den jüngsten Ausbau - der im August 2012 starten und im Dezember 2013 fertig sein soll - die Gesamtkapazität auf 60 000 Waferstarts pro Monat steigen.

Heiko Weckbrodt

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.07.2012

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