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Globalfoundries in Dresden auf Wachstumskurs - Standort profitiert

Globalfoundries in Dresden auf Wachstumskurs - Standort profitiert

Chiphersteller Globalfoundries in Dresden bleibt auf Wachstumskurs und gilt inzwischen weltweit als Nummer 2. Genaue Umsatzzahlen liefert das Unternehmen selbst nicht, verweist aber auf Analysten.

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Mitarbeiter des in Dresden produzierenden Chipherstellers Globalfoundries mit sogenannten Wafern. (

Quelle: Hirschberger) Archiv

Demnach schloss Branchen-Primus TSCM (Taiwan) das Jahr 2011 mit umgerechnet rund 11 Milliarden Euro ab. Globalfoundries stand mit reichlich 2,7 Milliarden Euro kurz hinter UMC (Taiwan) auf Rang 3, hat durch starkes Wachstum im ersten Quartal 2012 den Konkurrenten aber offenkundig hinter sich gelassen.

Das Unternehmen mit Werken in Dresden, Singapur und im Bundesstaat New York will nun an Tempo zulegen. „Die 28-Nanometer-Technologie ist fertig, das Hochfahren der Produktion wird in zwei Wochen gestartet", sagte Wijburg im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Nach Darstellung des niederländischen Managers sind mit der schrittweisen Umstellung der Produktion von 32 auf 28 Nanometer Strukturbreite allein 2012 Investitionen von rund 500 Millionen US-Dollar verbunden. Darüber hinaus könnte es in den kommenden Jahren zu Investitionen in ähnlichen Größenordnungen kommen. „Das Werk ist stark gewachsen im vergangenen Jahr, wir haben mehr als 1000 neue Leute eingestellt, neue Kunden gewonnen und uns auf neue Technologien und Produkte vorbereitet", sagte Wijburg. Damit seien auch „Wachstumsschmerzen" und hohe Anforderungen an das Mitarbeiterschaft verbunden gewesen. „Im 4. Quartal 2011 haben wir die Auslieferung für unseren wichtigsten Kunden AMD um 80 Prozent gesteigert. Da war natürlich zusätzlich Kraft und Energie gefragt."

Globalfoundries geht von einem weiteren Bedarf an Fachkräften aus.

Momentan sind in Dresden 3400 Mitarbeiter beschäftigt, hinzu kommen noch etwa 350 Zeitarbeiter. Aktuell gibt es 250 offene Stellen für Ingenieure und Techniker. „Nicht nur für unsere Branche ist es wichtig, dass Deutschland weiter ausreichend Fachkräfte ausbildet. Als global agierendes Unternehmen haben wir natürlich auch den internationalen Arbeitsmarkt im Blick." Dresden sei mittlerweile ein Magnet für Fachleute aus ganz Europa und Übersee geworden. Der Standort genieße den Ruf eines internationalen Zentrums der Halbleiterindustrie. Mit der 28-Nanometer-Technologie fühlt sich Globalfoundries auch für die Zukunft gut gerüstet. „Das ist für Dresden eine Riesen-Chance, noch mehr Aufträge zu bekommen."

Wijburg äußerte sich gleichfalls zu Zukunftstrends. Kriterien wie Energieverbrauch und Lebensdauer von Chips würden auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Derzeit diskutiere die Branche über Wafer mit einem Durchmesser von 450 Millimetern. „Dafür gibt es eher finanzielle als technologische Hürden." Kosten für eine Fab (Fabrikationsstätte) von bis zu 10 Milliarden Dollar seien kaum von einem Unternehmen allein zu bewältigen. „Es gibt momentan ein weltweites Konsortium, in dem Globalfoundries zusammen mit IBM, Intel, Samsung und TSMC diskutiert, wie man diese Aufgabe stemmen kann." Laut Wijburg werden die heute üblichen 200- und 300-Millimeter- Wafer frühestens in einigen Jahren durch die größeren Siliziumscheiben abgelöst.

Wijburg forderte die europäischen Staaten auf, sich gemeinsam mehr für die Halbleiterbranche als Schlüsseltechnologie zu engagieren. „Wenn wir die Halbleiterindustrie in Europa behalten wollen, müssen wir über den Tellerrand schauen", so der Manager. Dresden als größter Standort auf dem Kontinent sei nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa bedeutsam. „Wir müssen als Europäer denken. Genauso machen es die Asiaten und Amerikaner." Deshalb sei es gut, wenn die EU nun über eine bessere Förderung von Schlüsseltechnologien nachdenke. Notwendig seien aber schnelle Entscheidungen. „Wir brauchen gleiche Bedingungen innerhalb Europas, aber auch im internationalen Wettbewerb."

Jörg Schurig, dpa

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