Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Globalfoundries erwirbt IBM-Chip-Sparte

Globalfoundries erwirbt IBM-Chip-Sparte

Chip-Auftragsfertiger "Globalfoundries" (GF) baut seine Marktposition durch eine milliardenschwere Übernahme aus: Das US-Unternehmen, das seine Produktion bisher vor allem auf Dresden, New York und Singapur konzentriert hatte, übernimmt die kommerzielle Halbleiter-Sparte des US-Elektronikkonzerns IBM.

Der Deal umfasst die IBM-Patente und zwei Chip-Fabriken in den Bundesstaaten New York und Vermont mit rund 5000 Mitarbeitern. Zudem wird GF Exklusiv-Produzent für IBMs Server-Prozessoren.

"Die Vereinbarung zwischen Globalfoundries und IBM stärkt auch den sächsischen Produktionsstandort von Globalfoundries", begrüßte die sächsische Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) die Nachricht. "Globalfoundries festigt mit dem Erwerb zahlreicher Patente und Lizenzen sowie mit der Übernahme des Foundry-Geschäfts von IBM seine weltweite Position. Das ist eine gute Nachricht auch für Dresden, weil erworbene Rechte und neue Geschäftsfelder auch in der sächsischen Fertigungslinie Eingang finden können."

Letzteres wird zwar nicht unmittelbar der Fall sein, da die Highend-Anlagen im Dresdner GF-Werk auf andere Chiptechnologien als die IBM-Fabriken spezialisiert sind, wie die Dresdner GF-Sprecherin Karin Raths erklärte. "Aber das kann sich in Zukunft ändern. Diese Übernahme ist gut für Globalfoundries und was gut für das Unternehmen ist, ist auch gut für die einzelnen Standorte."

IBM wird künftig als fabrikloses Unternehmen weiter in der Mikroelektronik forschen. Diese Forschungen gelten als wegweisend. Insofern erwirbt GF ein weltweit einzigartigen Technologie-Portefeuille sowie neue Kunden und Spezialisten für Hochfrequenz-Chips und anwenderspezifische Schaltkreise.

Zudem ist die Übernahme mit einer überraschenden Kapitalspritze für GF verbunden: Weil IBM froh ist, seine kränkelnden Chipfabriken loszuwerden, belohnt der Konzern die Kollegen von GF mit 1,5 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) für die Übernahme, statt einen Kaufpreis zu kassieren.GF ist der weltweit zweitgrößte Chip-Auftragsfertiger und beschäftigt weltweit 13 000 Mitarbeiter, davon 3800 feste und 300 Leiharbeiter in Dresden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.10.2014

Heiko Weckbroth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.