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Globalfoundries bittet Freistaat Sachsen um 10 Millionen Euro

Globalfoundries bittet Freistaat Sachsen um 10 Millionen Euro

Globalfoundries (GF) wird vorerst aus dem Wettlauf um immer kleinere Chipstrukturen aussteigen. Der Auftragsfertiger will am Standort Dresden bis über das Jahr 2020 hinaus auf die "28-Nanometer-Technologie" setzen, diese Technik aber verfeinern.

Für die Halbleiter-Industrie wäre dies eine extrem lange Nutzung einer Technologiegeneration. Das sächsische Kabinett hat den Landtag nun gebeten, für diese technologische Orientierung außerplanmäßig Fördergeld bereitzustellen - insgesamt rund 10,6 Millionen Euro für die Jahre 2015 und 2016.

Mit dieser staatlichen Unterstützung möchten die GF-Ingenieure die sogenannte "Replacement Metal Gate"-Technologie (RMG) entwickeln. Durch einen anderen Transistoraufbau soll sie dafür sorgen, dass das Dresdner Halbleiterwerk künftig schnellere Chips für Computertelefone und andere Konsumgüter anbieten kann, ohne auf noch unausgereifte und sehr teure Belichtungstechniken wie die Röntgen- oder die Doppelmuster-Lithografie umsteigen zu müssen, die jetzt eigentlich fällig gewesen wären.

Der Dresdner GF-Technologieexperte Gerd Teepe vermutet, dass auch andere Branchengrößen wie Intel, Samsung oder TSMC erst später als erwartet auf die neuen Belichtungsanlagen umstellen - und das seit über 50 Jahren andauernde Branchenrennen um immer feinere Chipstrukturen eine Pause einlegt. Dabei dürften Technologien wie die Metalltor-Transistoren besonders wichtig sein, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Das sieht auch das Wissenschaftsministerium so: Die Sonderförderung sei essenziell für die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Sachsen. "Wenn das Unternehmen nicht noch im April mit dem Vorhaben beginnen kann, läuft der gesamte Mikroelektronik-Standort Gefahr, dass die Entwicklung und auch die Produktion der entsprechenden mikroelektronischen Bauelemente nicht in Sachsen, sondern in Asien erfolgt", hieß es.

"Als Auftragsfertiger sind wir darauf angewiesen, die Technologien bereitzustellen, die unsere weltweiten Kunden heute und morgen verlangen", erklärte der Dresdner GF-Manager Jens Drews. Die Einführung der Metalltor-Technik RMG trage bei, "mittel- und langfristig weitere Kunden mit technologisch führenden Halbleiter-Produkten aus Dresden bedienen zu können und damit die produktive Lebensdauer der 28-Nanometer-Technologie in Dresden weit über das Jahr 2020 hinaus zu verlängern. Die Unterstützung der Landesregierung macht es möglich, das Projekt jetzt in Dresden zu verwirklichen".

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.04.2014

hw

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