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GlaxoSmithKline Dresden legt 100 Millionen Euro teuren Ausbau wegen sinkender Absatzzahlen auf Eis

GlaxoSmithKline Dresden legt 100 Millionen Euro teuren Ausbau wegen sinkender Absatzzahlen auf Eis

Der Grippeimpfstoffhersteller Glaxo-SmithKline sieht seine mehr als 100 Millionen Euro teuren Erweiterungspläne in Dresden auf der Kippe.Grund sei ein ungesunder Preiskampf auf dem deutschen Impfstoffmarkt durch die derzeitige Ausschreibungspraxis für Grippemittel, sagte das Unternehmen.

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Quelle: Stephan Lohse

Seit Jahren kämpft Glaxo-SmithKline (GSK) in Deutschland mit sinkenden Absatzzahlen.

Archivbilder von 2011

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Ein Reinigungswagen - auch dieser muss steril sein.

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Wurden hier 2008 noch 25 Millionen Impfstoffe verkauft, waren es im vergangenen Jahr nur noch 15 Millionen. Das bedroht den lange geplanten Bau eines mehr als 100 Millionen Euro teuren modernen Labor- und Produktionsgebäudes auf dem Güntzbad-Areal. „Der Absatz in Deutschland ist momentan so marginal, dass wir keine wirtschaftliche Grundlage haben, um zu investieren", erklärt Glaxo-Sprecherin Daniela Sepsi auf DNN-Anfrage. Den Grund für das Dilemma sieht das Unternehmen im Einkaufsverhalten der Krankenkassen. „Wir haben mittlerweile einen reinen Ausschreibungsmarkt, der nur noch preisgetrieben ist", sagte Geschäftsführer Dr. Peter Schu den DNN.

Grundsätzlich gelte in Sachsen seit der Grippesaison 2012/13 die Regelung, dass eine Krankenkasse stellvertretend für alle die Rabattverträge mit den Pharmakonzernen aushandelt, so die Zeitung. Seit 2013 habe die AOK plus dafür den Hut auf. „Wir schreiben jedes Jahr die Rabattvereinbarungen aus. Jeder Impfstoffhersteller kann sich bewerben", erklärte AOK-Mitarbeiterin Simone Friedrich. Insgesamt sechs Anbieter für Grippeimpfstoffe seien in Deutschland ansässig, doch nur ein Konzern bekommt für die ausgeschriebenen Regionen den Zuschlag. 2013 seien das in den Bezirken Dresden und Chemnitz die Firma Novartis gewesen, im Bezirk Leipzig war es Sanovi Pasteur. „Natürlich spielt bei der Auswahl des Vertragspartners der wirtschaftliche Aspekt eine Rolle. Aber von Preisdumping kann keine Rede sein", so Friedrich gegenüber DNN.

Außerdem habe sich GlaxoSmithKline im vergangenen Jahr nicht einmal beworben. Ob das Dresdner Werk in diesem Jahr an der Ausschreibung teilnimmt, wollte Friedrich nicht preisgeben: „Die Verhandlungen laufen noch. Es wird in den kommenden Tagen eine Entscheidung geben." Neben GlaxoSmithKline sehen auch andere Branchengrößen die Entwicklung im deutschen Markt der Grippeimpfstoffe mit Sorge. Wer Rabattverträge eingeht, muss bei Lieferproblemen mit saftigen Vertragsstrafen rechnen. Dieses Risiko scheuen immer mehr Unternehmen – wie sich in in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Hamburg zeigt. An der dortigen Ausschreibung hätten sich lediglich zwei Anbieter beteiligt, berichtete das Blatt.

Nadine Steinmann

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