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Gläserne Manufaktur: Der eGolf kommt ab April 2017 aus Dresden

Elektroauto-Offensive Gläserne Manufaktur: Der eGolf kommt ab April 2017 aus Dresden

Früher als erwartet ist es nun in der Welt: Die Gläserne Manufaktur von VW in Dresden wird künftig den Elektro-Golf produzieren. Das erklärte in Zwickau Reiner Tunger, stellvertretender Leiter des Zwickauer VW-Werks.

Volkswagen will in der Gläsernen Manufaktur Dresden ab April 2017 auch Elektro-Autos produzieren.

Quelle: dpa

Zwickau/Dresden. Reiner Tunger, der stellvertretende Werksleiter von VW-Zwickau hat es gesagt, die VW-Kommunkationsabteilung hat es nicht offiziell bestätigt, aber kommen wird es wohl so: Im Frühjahr 2017 rollt der Elektro-Golf von Volkswagen in der Gläsernen Manufaktur Dresden (GMD) vom Band. „Eine finale Entscheidung, welches Fahrzeug hier montiert wird, ist noch nicht gefallen“, versuchte GMD-Sprecher Carsten Krebs den Ausrutscher zu relativieren. Die Entscheidung werde bis spätestens Ende November fallen.

Im März 2016 war in Dresden die Phaeton-Produktion ausgelaufen. Der teure Ausflug in die Luxusklasse war nach elf Jahren zwischen Dieselgate und Elektro-Offensive steckengeblieben. Seitdem hat das Dresdner Montagewerk am Großen Garten 400 seiner Mitarbeiter in andere Werke ausgeliehen und als Zwischenlösung eine Ausstellung zur Elektromobilität installiert. Avisiert war der Umbau der Manufaktur für die bei Volkswagen übliche Modulbauweise – die tatsächlich offenließ, welches Modell schlussendlich in Zukunft aus der sächsischen Landeshauptstadt kommen sollte. Klar war immer, dass am Standort wieder Autos vom Band rollen werden. Welche, war bislang ein wohlgehütetes Geheimnis, das unter Umständen bei der Motor Show in Los Angeles Mitte November hätte gelüftet werden sollen, wo VW den Relaunch seines eGolfs vorstellen will.

Nun wird die Überraschung für Dresden etwas kleiner ausfallen, nichtsdestotrotz ist die Nachricht für Dresden eine gute. Denn: Der Golf ist und bleibt für den krisengeschüttelten VW-Konzern das Auto Nummer eins. Und mit seinen inzwischen 300 Kilometern Reichweite schiebt sich das Elektromodell immer mehr in alltagstaugliche Bereiche vor. Tunger zufolge soll der eGolf der Zukunft  mindestens 500 Kilometer ohne Ladestopp schaffen. 

Dass Deutschland in Sachen Elektro-Auto und passender Infrastruktur noch immer einem Entwicklungsland gleicht, heißt nicht, dass es für die Stromer keinen Markt gibt. Schon der Blick nach Skandinavien zeigt, dass dort deutlich zielstrebiger an der Verbannung der Verbrennungsmotoren gearbeitet wird. Norwegen zum Beispiel schickt sich an, ab 2025 nur noch Autos mit Elektromotor zuzulassen.  Auch in den USA und in China wächst die Nachfrage deutlich rasanter als hierzulande.

In welchen Stückzahlen und mit wie vielen Mitarbeitern der eGolf künftig in Dresden gebaut wird, in welche Länder er geliefert wird, blieb gestern offen. Die Entscheidung aber, wann auch immer sie offiziell bestätigt wird, bindet den Standort Dresden ein in die groß angelegte Elektro-Offensive des Volkswagen-Konzerns, der mit dem eGolf, dem kleineren eUp, dem eGolf GTI und dem ePassat inzwischen vier anspruchsvollere Stromer am Start hat. Bis 2025 will der zweitgrößte Autobauer der Welt mehr als 30 rein elektrische Fahrzeugmodelle auf den Markt bringen. Jeder vierte Neuwagen soll dann ein Stromer sein.

Auf lange Sicht, sprich ab der Generation 2019/2020, sollen die VW-Fahrzeuge Reichweiten von 600 Kilometer erreichen, hatte VW-Markenchef Herbert Diess vor Monatsfrist angekündigt. Die Betriebskosten sollen dann deutlich unter denen heutiger Fahrzeuge liegen, die Verkaufspreise mit gut ausgestatteten VW-Dieselfahrzeugen vergleichbar sein.

Barbara Stock

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