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Gewerbepark im Weißeritzknick geplant

Gewerbepark im Weißeritzknick geplant

Bis zum Jahresende soll die Weißeritz so hochwasserfest ausgebaut sein, dass das Areal im "Weißeritzknick" aus der Liste potenzieller Überschwemmungsgebiete herausgenommen und industriell genutzt werden kann.

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In dem rot markierten Areal rechts vom Weißeritzknick soll der Gewerbepark entstehen.Grafik: Google Maps/hw

Von Heiko Weckbrodt

Das hat Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) angekündigt. Dann sei der Fluss so gesichert, dass er einer Flut standhält, wie sie statistisch gesehen alle 100 Jahre ("HQ 100") einmal vorkommt.

Als Weißeritzknick wird das Areal bezeichnet, an der die Weißeritz nahe der Einmündung der Freiberger und der Löbtauer Straße zur Nossener Brücke einen leichten Ostschlenker beschreibt. Speziell auf dem Gelände des alten Glaswerkes zwischen Freiberger, Löbtauer und Hirschfelder Straße soll bis 2013 ein neuer Gewerbepark mit rund 19 200 Quadratmetern Nutzfläche entstehen, kündigte Birgit Monßen an, die Leiterin der städtischen Wirtschaftsförderung. "Wir wollen dort ein Gelände schaffen, auf dem die Unternehmen Werkhallen und Büros bauen können, die aus dem Gewerbehof nebenan herauswachsen", sagte sie. Die Vermarktung soll 2014 beginnen.

2009 und 2010 hatte die Stadt dort schon eine "Tiefenenttrümmerung" veranlasst. Während der 2,3 Millionen Euro teuren Aktion beseitigten Arbeiter die letzten Reste des früheren Siemens-Glaswerkes, das Mitte des 19. Jahrhunderts als Tafelglashütte entstanden war, zeitweise bis zu 7000 Menschen beschäftigte, 1991 aber schließen musste. Seitdem liegt das Areal brach.

Diese industriellen Traditionen möchte die Stadt unter modernen Vorzeichen wiederbeleben. "Wir wollen dort Industrie, unternehmensnahe Dienstleistungen, Softwarefirmen und ähnliche Branchen ansiedelt - keinen Handel", versicherte Monßen. Gedacht sei vor allem an Firmen, die bisher im städtischen Gewerbehof an der Löbtauer Straße gleich gegenüber sitzen. Um alle Förderauflagen zu erfüllen, sollten die Gründer eigentlich nach acht Jahren ausziehen - den Gewerbehof gibt es aber bereits seit 1998/99.

Ohnehin gebe es viele Wünsche erweiterungswilliger Unternehmen, preisgünstig an Werkhallen der Größenklasse 1000 bis 6000 Quadratmeter zu kommen, sagte Monßen. "Wir haben das mit unseren Architekten vorgeplant, wie man mehrere Hallen jeweils mit einem kleinen Bürotrakt unterbringen könnte." Die Hallen sollen die Unternehmen entweder selber bauen oder sie - aber das ist noch nicht sicher - von der städtischen Gewerbehofgesellschaft als "Mietfabriken" pachten. Die Stadt will dafür erschlossenes Bauland relativ günstig verkaufen. Auf einen genauen Quadratmeter-Preis möchte sich Monßen noch nicht festlegen. "In unseren anderen Gewerbegebieten liegen wir aber bei 50 bis 65 Euro und das ist recht günstig", beteuert die Amtsleiterin. Nürnberg etwa verlange für den Quadratmeter erschlossene Gewerbefläche rund 150 Euro.

Um die 1,6 Millionen Euro teure und vom Freistaat wohl geförderte Erschließung will sich die Stadt selbst kümmern. Dabei müssen Stromleitungen und Wasserrohre gelegt, ein alter Parkpklatz beseitigt, Grünanlagen gepflanzt und eine neue Zufahrtsstraße von der "Löbtauer" aus gebaut werden.

Und die Wirtschaftsförderer wollen auch schnelle Internetanschlüsse per DSL sicherstellen. "Früher war für die Unternehmen das Standortkriterium Nummer 1 die gute Straßenanbindung", erklärt Monßen. "Heute ist der DSL-Anschluss die erste Frage."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.11.2011

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