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Gewerbegebiet Rähnitz: Porta will 50 Millionen investieren

Gewerbegebiet Rähnitz: Porta will 50 Millionen investieren

Der Möbelriese Porta will rund 50 Millionen Euro in den Neubau eines Einrichtungshauses im Gewerbegebiet Rähnitz, dem sogenannten Airportpark, investieren. Das kündigte Ilja Keller, Geschäftsführer Immobilien der Unternehmensgruppe Porta, gegenüber den DNN an.

Bis zu 300 Arbeitsplätze könnten entstehen. Der erste Spatenstich für das Vorhaben sei 2015 oder 2016 möglich, schätzte Keller ein. "Das halten wir für realistisch." Die Flächen in dem Gewerbegebiet hat das Unternehmen bereits gekauft.

Porta habe vor wenigen Wochen sein neues Haus in Leipzig eröffnet und sich nun dazu entschlossen, auch in Dresden präsent zu sein. Das Unternehmen will ein Einrichtungshauses mit 35 000 Quadratmetern Verkaufsfläche und einen Möbeldiscounter mit 4000 Quadratmetern errichten. Dabei sollen 3900 Quadratmeter Verkaufsfläche für innenstadtrelevante Sortimente entstehen (DNN berichteten) - im Einrichtungshaus 3500 und im Discounter "Möbel Boss" 400, so der Geschäftsführer.

Die Stadt gehe professionell an die Sache heran, sagt Keller. "Wir werden von der Verwaltung akzeptiert und ordentlich behandelt." Er gehe davon aus, dass sich das Vorhaben auf einem guten Weg befindet. Den Wunsch, die Flächen in dem Gewerbegebiet für produzierende Unternehmen freizuhalten, könne er zwar verstehen. "Aber es muss ja auch eine Nachfrage für die Grundstücke geben", gibt er zu bedenken. Er könne versichern, dass sich Porta an alle Auflagen der Stadt halten werde. Wer Interesse habe, könne einen Blick nach Leipzig werfen und in der Verwaltung der Messestadt nach den Erfahrungen mit Porta fragen, so der Geschäftsführer.

Die FDP-Stadtratsfraktion sieht die Pläne von Porta dennoch skeptisch. "Es ist immer schön, wenn sich neue Investoren für Dresden begeistern", erklärte der baupolitische Sprecher Matteo Böhme. Doch Dresden benötige diese Gewerbeflächen dringend, um sich weiterentwickeln zu können. "Der Standort ist bisher für gewerbliche Nutzungen, vorzugsweise produzierendes Gewerbe vorgesehen", so Böhme. Es sei fraglich, ob ein weiterer großflächiger Einzelhandel, wenngleich er auch viele Arbeitsplätze schaffe, in dieser Dimension nicht eher zu Verdrängung führe als zu tatsächlichem wirtschaftlichen Wachstum.

Diese Bedenken glaubt Keller mit einem Argument zerstreuen zu können: "Wenn Dresden ein Einrichtungshaus in der geplanten Dimension nicht verkraften könnte, würden wir nicht über eine Investition in der von mir genannten Größenordnung nachdenken."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.10.2013

Baumann-Hartwig, Thomas

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