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Getreideernte läuft auf Hochtouren - Dresdner Mühle nimmt seit drei Wochen Lieferungen entgegen

Getreideernte läuft auf Hochtouren - Dresdner Mühle nimmt seit drei Wochen Lieferungen entgegen

Dauerstress in der Dresdner Mühle am Alberthafen: Vor rund drei Wochen hat das Unternehmen mit der Annahme der diesjährigen Ernte begonnen. Inzwischen bringen die sächsischen Landwirte je nach Wetterlage täglich von 5 bis 22 Uhr ihr Getreide zur Mühle.

Gerade mal zehn Prozent der diesjährigen Gesamternte sind bisher eingetroffen.

Zwei Wochen später als normal ist die Ernte in diesem Jahr angelau- fen. Grund sind die Wetterkapriolen. "Erst war es zu nass, dann war es zu warm", erklärt Landwirt Thomas Henke aus Schönfeld. Er kam gestern zum dritten Mal mit seinem Traktor und einer Ladung Weizen auf das Gelände der Dresdner Mühle gefahren. Und wie ist seine Ernte ausgefallen? "Wir Landwirte sind immer mit dem zufrieden, was die Natur uns gibt", erläutert Henke. Mal läuft es gut, mal eher weniger - daran ist der Sachse gewöhnt, schließlich arbeitet er seit mehr als 20 Jahren als Landwirt. Seit 1992 kooperiert er mit der Dresdner Mühle.

Für diese ist die Anlieferung des Getreides eine logistische Meisterleistung. "Wir arbeiten mit insgesamt 80 größeren und kleineren Betrieben in einem Umkreis von 50 bis 75 Kilometern zusammen", berichtet Konstanze Fritzsch, die für den Getreideeinkauf und die Betreuung der Landwirte zuständig ist. Drei bis vier Ladungen können pro Stunde maximal entgegen genommen werden. Dabei zählt jede Minute: Die Traktoren fahren zu Beginn in den Annahmebereich, wo vorerst eine Probe der Lieferung entnommen wird. Diese wird anschließend in das Labor der Mühle gebracht, wo die einzelnen Körner auf Pilzbefall, Feuchtigkeit und Proteingehalt untersucht werden. Ist alles in Ordnung, kann das Getreide abgeladen werden und kommt in eines der 62 Silos der Mühle. Dieser ganze Prozess darf nach Angaben von Konstanze Fritzsch maximal 20 Minuten dauern. "Die Landwirte wollen wieder zurück aufs Feld", erklärt die Diplom-Agraringenieurin. Sollte allerdings eine Probe nicht den gestellten Anforderungen genügen, muss der Landwirt die komplette Lieferung wieder mit nach Hause nehmen. Thomas Henke ist dies in den vergangenen 21 Jahren allerdings kein einziges Mal passiert.

Bevor das fertige Mehl an Kunden und Bäcker ausgeliefert wird, testen Anwendungstechniker der Dresdner Mühle sämtliche Backeigenschaften des Mehls. Dazu gehören unter anderem die entstandene Kruste und die Krume des Brotes. Mit einer Vielzahl von Empfehlungen zur Teigverarbeitung für die Bäcker wird das Mehl schließlich ausgeliefert. Anschließend erstellt Konstanze Fritzsch einen Anlieferungsplan für die kommende Ernte. "Die Getreidesorten, die uns besonders gut gefallen haben, wollen wir natürlich im kommenden Jahr wieder einkaufen", so die Mitarbeiterin. Auch diese Entscheidung muss Fritzsch schnell treffen, denn bereits im September - spätestens im Oktober - müssen die sächsischen Landwirte mit der Aussaat für die kommende Ernte beginnen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.08.2013

Nadine Steinmann

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