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Geplante Canaletto-Passage am Straßburger Platz an der falschen Stelle erhöht

Geplante Canaletto-Passage am Straßburger Platz an der falschen Stelle erhöht

Der Streit um die geplante Canaletto-Passage am Straßburger Platz nimmt immer bizarrere Formen an. Eigentlich sollte Mittwochabend der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau grünes Licht für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan des 25-Millionen-Euro-Projektes geben.

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Quelle: Stephan Lohse

Doch wegen eines Missverständnisses, das monatelang niemandem auffiel, wurde das Thema erneut vertagt. Der ursprünglich für diesen Herbst geplante Baustart rückt damit wohl wieder in ziemlich weite Ferne.

Bereits auf seiner Sitzung Anfang April dieses Jahres ließ der Bauausschuss die Planungen für die Canaletto-Passage überarbeiten (DNN berichteten). Vor allem die Stadträte der CDU forderten damals, dass das neue Stadtteilzentrum gegenüber der Gläsernen Manufaktur nicht untergeht und zum Straßburger Platz hin mindestens eine Höhe von 20 Meter und nicht wie ursprünglich vorgesehen von 17,20 Meter haben müsse.

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Letztlich brachte der Ausschuss im Herbst 2010 mit sieben Ja-Stimmen, drei Enthaltungen und einer Gegenstimme die Aufstellung des Bebauungsplanes auf den Weg.

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Die Architekten des Büros „sgp" aus Meckenheim reagierten prompt und setzten nach Absprache mit dem Stadtplanungsamt auf den an der Stübelallee ausgerichteten Block ein Stockwerk drauf. Nur leider haben sie sich dabei für das falsche Gebäude entschieden, wie sich am Mittwoch herausstellte.

Die Mehrheit der Stadträte des Ausschusses beharrt darauf, das genau die andere Front des Einkaufszentrums erhöht werden soll, die zur Güntzstraße hin ausgerichtete. „Nur so schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass der große Straßburger Platz von dem Gebäude optisch gefasst werden kann", erklärte CDU-Stadtrat Hans-Joachim Brauns. Die Wirkung von der Gläsernen Manufaktur aus hätte nie im Vordergrund gestanden.

Architekt Detlef J. Naumann verteidigte die Planung, man habe ein Ende der fast 25 Meter hohen VW-Produktionsstätte als Bezugspunkt genommen und auf der anderen Seite der Stübelallee versucht, eine Antwort darauf zu formulieren. Matteo Böhme (FDP) sprach in Richtung von Barbara Engel aus dem Stadtplanungsamt und sprach von einem „krassen Beispiel für Missachtung der Dinge durch die Verwaltung, die Stadträte beschließen".

Die Canaletto-Passage soll innerhalb von 15 Monaten entstehen. Der Investor „Florana" aus Weimar plant ein Nahversorgungszentrum unter anderem mit einem Ärztehaus, einer Apotheke, einem Bäcker und Fleischer sowie einem „Rewe"-Einkaufsmarkt.

Die Mitglieder des Ortsbeirats Altstadt lehnten den Bau der Passage bereits am Dienstag mehrheitlich ab. Sie halten den Neubau für zu großflächig und zu kommerziell. Zudem bezweifelten sie die Notwendigkeit von 250 neuen Parkplätzen in dem Gebiet. „Warum brauchen wir für einen Nahversorger so viele Stellflächen", fragte Ortsbeirat Torsten Hilbrich (FDP) in die Runde. Die Stadt solle in Zukunft zudem stärker auf inhabergeführte Geschäfte setzen. Diese seien nachhaltiger als gesichtslose Filialen großer Ketten.

Christoph Stephan / Katrin Tominski

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