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Genehmigungen fehlen: Neue Probleme mit dem DVB-Hochhaus in Dresden

Genehmigungen fehlen: Neue Probleme mit dem DVB-Hochhaus in Dresden

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Peter Simmel hat Humor. Deshalb lacht der Bayer. Auch wenn es zum Heulen ist: Kurz vor der Ziellinie türmen sich für den Investor des ehemaligen DVB-Hochhauses am Albertplatz neue Hürden auf.

Im Prinzip hat Simmel alle Genehmigungen in der Tasche. Bis auf zwei ganz wesentliche.

Zur Befestigung der Baugrube müssen Anker in den Boden getrieben werden. Rund 15 Meter tief wollte der Investor die Anker unter die Königsbrücker Straße treiben lassen. So steht es in den im Januar bei der Stadt eingereichten Unterlagen, sagt Simmel. Jetzt habe die Stadt allerdings bemerkt, dass das Kanalnetz unter der Fahrbahn im Zuge der Sanierung der Königsbrücker Straße neu geordnet werden soll. Die geplante Verankerung geht nicht - keine Genehmigung.

"Ein Hinweis im September wäre hilfreich gewesen", meint Simmel. Jetzt läuft ihm die Zeit davon. Die Baugrube soll im Januar ausgehoben werden. "Wir brauchen in den nächsten drei bis vier Wochen eine Lösung. Wir müssen zeitnah Gespräche führen", mahnt er in Richtung Stadt.

Noch nicht genehmigt ist auch die geplante Entwässerung der Baugrube. Simmel will das Grundwasser in die Elbe pumpen. Etwa ein halbes Jahr würde eine blaue Leitung quer durch die Neustadt zum Fluss führen. Wenn der entscheidende Stempel unter den Antrag kommt.

Er sei keiner, der bei Widerständen aufgibt, sagt Simmel von sich. Sonst hätte er wohl längst die Finger vom DVB-Hochhaus gelassen. Anfang des Jahres musste er alles umplanen. Der Denkmalschutz hatte zunächst gefordert, die Seitenflügel am Hochhaus abzureißen. Bis sich herausstellte, dass bei einem Abriss die Statik im Eimer wäre (DNN berichteten). Nun werden die Flügel bis zum Dach des 2. Stocks abgerissen und in den Neubau integriert.

Simmel hat zwei Vorhaben: Zum einen will er das markante Hochhaus sanieren. Es sieht im Inneren so aus, wie es 1996 verlassen wurde und bedarf grundhafter Erneuerung. "Kein Schallschutz, keine Wärmedämmung, geringe Deckentraglast", nennt Simmel die größten Mängel.

Praxen, Kanzleien und Büros sollen im Hochhaus entstehen. Mieter hat Simmel bereits für das Erdgeschoss: Ein Bäcker und ein Schuhbeck-Gewürzladen seien unter Vertrag. Simmel bezeichnet sich als Krämer, als Lebensmittelhändler, und will in einem Neubau einen Simmel-Lebensmittelmarkt mit 3500 Quadratmetern Verkaufsfläche errichten. In die erste Etage des Neubaus ziehen Aldi, Rossmann und Medimax, kündigte der Investor an. 30 Millionen Euro lässt sich der Bayer die Bauten kosten.

Im Dezember soll das Baufeld geräumt werden, im Hochhaus beginnt nach Simmels Plänen im gleichen Monat die Entkernung. Der Aushub der Baugrube und die Sicherung des Hochhauses sollen im Januar beginnen, der Rohbau des Marktes im März. Die Sanierung der Hochhausfassade ist für September vorgesehen. Im ersten Quartal 2015 will Simmel das Einkaufszentrum am Albertplatz eröffnen, kündigte er an. Falls die Stadt mitspielt und die Genehmigungen erteilt.

Die Simmel AG wurde 1981 gegründet, ist genossenschaftliches Mitglied der Edeka-Gruppe und hat rund 1000 Mitarbeiter. Die AG betreibt 19 Märkte in Bayern, Sachsen und Thüringen.

"Stadt und Investor werden eng zusammenarbeiten, um die offenen Detailfragen zu klären", kündigte Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) gegenüber den DNN an. Mitte Oktober habe es einen Vorort-Termin mit den beteiligten Ämtern und dem Investor gegeben. "Dabei wurden Handlungsoptionen bezüglich der noch offenen Fragen abgestimmt. Daran arbeiten nun beide Seiten", betonte Marx.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.11.2013

Thomas Baumann-Hartwig

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