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Gemeindedolmetscher erhalten ihre Jahresausweise - „Dresden braucht uns weiterhin!“

Gemeindedolmetscher erhalten ihre Jahresausweise - „Dresden braucht uns weiterhin!“

Gemeindedolmetscher sind gefragt. Das belegen die Zahlen, die Hans-Joachim Wolf, Projektleiter des Gemeindedolmetscherdienstes (GDD) Dresden, am Mittwochnachmittag präsentierte.

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Gemeindedolmetscherin Coralie Zermatten mit ihrem Jahresausweis 2014.

Quelle: Franziska Schmieder

Im Anschluss verlieh Wolf gemeinsam mit Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) die Berechtigungsausweise für 2014 an die Übersetzer, die ehrenamtlich für Migranten dolmetschen.

Exakt 1256 Mal kamen die Gemeindedolmetscher im Jahr 2013 zum Einsatz. Das entspricht einer Steigerung von 29 Prozent zum Vorjahr. Die Einsatzzahlen stiegen zudem kontinuierlich jeden Monat, so dass mit einer Fortsetzung 2014 zu rechnen ist. „Hier gibt es Gesprächsbedarf über unsere Kapazitäten“, meint Wolf.

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Barbara von Wascinski übersetzt Polnisch.

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43 Gemeindedolmetscher sind derzeit im Einsatz, 30 warten auf frei werdende Projektplätze. Besonders gefragt waren laut Statistik Persisch, Arabisch, Russisch und Vietnamesisch. Die Anfragen kommen zu 50 Prozent von Seiten der Kommune sowie oft aus Einrichtungen des Sozialwesens oder dem Gesundheitswesen. Praktisch begleiten die Dolmetscher zum Beispiel bei Behördengängen, übersetzen zwischen Arzt und Patient oder zwischen Kindergärtnerin und Eltern.

In der Tendenz werden die Einsätze nach Einschätzung von Wolf kurzfristiger, komplexer und belastender. Um mit schwierigen Einsätzen wie dem Dolmetschen für Gewaltopfer umgehen zu können, werden die Ehrenamtler speziell geschult. Sie müssen lernen, sich nicht von Mitgefühl oder Wut beeinflussen zu lassen. Und die Dolmetscher sind keine Betreuer für die Ausländer. „In der Praxis sieht das aber oft anders aus“, so Wolf. Wer kann schon nein sagen, wenn jemand dringend Hilfe benötigt.

Durch die gemeinsamen Seminare ist aus den über 40 Übersetzern so etwas wie eine kleine Gemeinschaft geworden. „Was uns verbindet, ist die deutsche Sprache“, fasst es Coralie Zermatten zusammen. Die junge Frau übersetzt Französisch und zuweilen Englisch und ist seit 2009 dabei. „Dolmetschen ist aber nicht nur übersetzen“, sagt sie. „Wir müssen sachlich beide Seiten aufklären, wenn es zu Missverständnissen kommt.“ Die steigenden Zahlen führen bei ihr zu einem Fazit: „Dresden braucht uns weiterhin.“

Franziska Schmieder

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