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Geld- und Bewährungsstrafen für Brandstifter

Geld- und Bewährungsstrafen für Brandstifter

nen gelegentlich Autos, die Gorbitzer können seit dem vergangenen Wochenende ein Lied davon singen. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen und sitzt in U-Haft. Zwei andere Feuerteufel standen in dieser Woche vor dem Amtsgericht.

Auch Alfred K. nen gelegentlich Autos, die Gorbitzer können seit dem vergangenen Wochenende ein Lied davon singen. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen und sitzt in U-Haft. Zwei andere Feuerteufel standen in dieser Woche vor dem Amtsgericht - auch sie haben Autos in Brand gesteckt. Maurice S. hatte im Januar 2013 in Gorbitz Zeitungspapier auf den Reifen eines BMW gelegt und angezündet. Der Wagen brannte komplett aus, ein wirtschaftlicher Totalschaden. Bitter für den Besitzer, der nur eine Teilkasko-Versicherung hatte und auf dem Schaden sitzen blieb. Der Angeklagte, der an jenem Abend kräftig gebechert hatte, konnte sich vor Gericht nicht an den Fall erinnern, erklärte aber, dass es so gewesen sein könnte. Es war so - der 26-Jährige war beobachtet worden. "Wir haben zusammen etwas getrunken und über ein Auto gesprochen, das hier einmal gebrannt hat", sagte eine Zeugin. "Später ging er mit Zeitungspapier runter und dann brannte der Wagen." Maurice S., der derzeit eine andere Strafe absitzt, ist erheblich und auch einschlägig vorbestraft, er hatte zuvor schon einmal gezündelt. Er wurde zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Auch Alfred K. soll Zeitungspapier unter einem Auto angezündet haben. Das Feuer erlosch allerdings von allein wieder, der Schaden war nicht groß, nur ein Reifen wurde beschädigt. Anders als Maurice S. soll sich der 70-Jährige den Wagen aber gezielt ausgesucht haben. Der Ford Fiesta stand in einem Wohngebiet in Dobritz auf einer Sperrfläche. "Vor Jahren gab es in einem Nachbarhaus einen Brand und eine Frau starb, weil die Feuerwehr wegen der parkenden Autos nicht ran kam. Dann hat man da eine Sperrfläche hin gemacht. Ich habe kein Feuer gelegt", erklärte er.

Schon lange kontrolliert er regelmäßig, ob jemand auf der Sperrfläche parkt und beschwert sich bei den Fahrern. Diesmal wusste er jedoch nicht, wem der Wagen gehört. Benjamin S., der im gleichen Haus wohnt, hatte den Ford dort geparkt, um ihn am nächsten Tag durchzusehen. Das Auto gehörte einer Freundin und sollte verkauft werden. Am Morgen danach entdeckte er das angekokelte Papier und den kaputten Reifen. Der 27-Jährige hatte Alfred K. in Verdacht, den er am Wagen gesehen hatte und informierte die Polizei. K. sei sehr nervös gewesen und habe sich merkwürdig verhalten, waren sich er und die Polizisten einig. Aber hat Alfred K., der sicher nicht der einfachste Zeitgenosse ist, die Zeitungen wirklich angezündet? Zeugen dafür gibt es nicht. "Die Sache lässt sich ihm nicht eindeutig nachweisen", so Staatsanwalt Ulrich Garrelts. Er beantragte Freispruch. Richter Herbert Dietz sah dies anders. Für ihn stand fest, das der Angeklagte gezündelt hat. Er habe großes Interesse daran gehabt, dass dort niemand parkt und sich beim Geschädigten fast entschuldigt. Dietz verurteilte Alfred K. zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen à 20 Euro.

Monika Löffler

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