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Geländer-Wahnsinn im Dresdner Rathaus

Wie sich in Dresden Denkmalschutz und Sicherheit im Weg stehen Geländer-Wahnsinn im Dresdner Rathaus

Dresden hat wieder ein Geländerproblem. Bei der millionenschweren Rathaussanierung wurde am Aufgang vom Plenarsaal zur Besuchertribüne das originale Geländer wieder eingebaut. Weil der Abstand zwischen den Gitterstreben zu groß ist, wurde jetzt ein zweites Geländer montiert. Bis klar ist, wie die Verstrebungen aussehen dürfen, sorgen Fangnetze für Sicherheit.

Irgendetwas zwischen Ballfangnetz und Gefängnis-Ambiente: Blick ins Rathaus.
 

Quelle: Thomas Baumann-Hartwig

Dresden.  Preisfrage: Was sehen Sie auf dem Foto? Den Flur eines Gefängnisses? Das Ballfangnetz einer Sporthalle? Den Treppenaufgang im Museum für Fischereigeschichte? Ganz weit daneben! Sie blicken in den frisch sanierten Bereich des Rathauses, zweite Etage. Die Treppe vom Plenarsaal zur Besuchertribüne. Es handelt sich um die Fortsetzung des Dresdner Geländerproblems.

Auf der Albertbrücke gibt es Ärger mit dem historischen Geländer, weil es zu niedrig ist und Radfahrer unter Umständen in die Elbe stürzen könnten (DNN berichteten). Im Rathaus gibt es einen Konflikt mit dem historischen und vom Denkmalschutz gewollten Geländer, weil die Streben zu weit auseinander stehen und Kinder ihren Kopf durchstecken könnten. Des Problems Lösung: Neben das Treppengeländer schraubten Bauarbeiter noch ein Geländer und befestigten mit Kabelbindern und Karabinerhaken Netze. Nun kann kein Kind mehr abstürzen.

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Dresden hat wieder ein Geländerproblem. Bei der millionenschweren Rathaussanierung wurde am Aufgang vom Plenarsaal zur Besuchertribüne das originale Geländer wieder eingebaut. Weil der Abstand zwischen den Gitterstreben zu groß ist, wurde jetzt ein zweites Geländer montiert. Bis klar ist, wie die Verstrebungen aussehen dürfen, sorgen Fangnetze für Sicherheit.

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Dafür ist die Optik des mit Millionenaufwand sanierten Bereiches ziemlich im Eimer. Da werden sogar für mehr als 300 000 Euro die originalen Lampen in der Kuppelhalle nachgebaut, eine Etage darüber fühlt sich der Besucher dann wie ein Gefangener auf dem Weg zu seinem Haftraum. Die Netze sind zum Glück nur ein Provisorium – in Abstimmung mit dem Denkmalschutz muss jetzt nach DNN-Informationen entschieden werde, wie Geländer Nummer zwei aussehen soll und darf. Eine Anfrage dieser Zeitung ließ die Stadt mit Verweis auf eine Pressekonferenz zur Rathaussanierung am 17. März unbeantwortet. Angefragt war auch, warum der Stadtrat am 17. März nicht wie geplant im sanierten Plenarsaal, sondern im Ausweichquartier Kulturrathaus tagt. Im Moment werkeln noch die Handwerker in dem Saal. Die Tische sind bereits aufgebaut.

Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung des Stadtrats hat am Mittwochabend den Auftrag für die weiteren Planungen der Rathaussanierung an das Dresdner Büro einer Hamburger Architektengesellschaft vergeben. Das Büro wird nun detaillierte Unterlagen erstellen. Wie die Sanierung erfolgt, ist noch offen. Die Stadt benötigt Ausweichquartiere für die Mitarbeiter und außerdem die finanziellen Mittel. Der Sanierungsaufwand beträgt nach ersten groben Schätzungen und den Erfahrungen des ersten Bauabschnittes mindestens 90 Millionen Euro.

Die Stadt muss die Sanierung des Gebäudes in Angriff nehmen, da die unsanierten Bereiche ein Problem mit dem Brandschutz haben. So müssen die Büros in der vierten Etage geräumt werden, weil im Brandfall die Decken einstürzen könnten.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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