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Geht es bald mit der Seilbahn hinauf zum Dresdner Lingnerschloss?

DNN-Gespräch mit Dr. Peter Lenk Geht es bald mit der Seilbahn hinauf zum Dresdner Lingnerschloss?

Das Lingnerschloss hat sich zur guten Adresse nicht nur für Heiratswillige gemausert. Vielleicht schon Ende 2018 könnte es fertig saniert sein, hofft Dr. Peter Lenk, Vorsitzender des Fördervereins. Dann fehlt nur noch die Seilbahn, die einst vom Körnerweg hinauf zu den Terrassen führte.

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Hofft, dass das Lingnerschloss vielleicht schon Ende 2018 fertig saniert ist: Dr. Peter Lenk, Vorsitzender des Fördervereins.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Das Lingnerschloss hat sich zur guten Adresse nicht nur für Heiratswillige gemausert. Vielleicht schon Ende 2018 könnte es fertig saniert sein, hofft Dr. Peter Lenk, Vorsitzender des Fördervereins. Dann fehlt nur noch die Seilbahn, die zwischen 1908 und 1916 vom Körnerweg hinauf zu den Terrassen führte.

Frage: Seit März 2015 können sich Paare im restaurierten Kinosaal des Lingnerschlosses trauen lassen. Wie wird denn das Angebot genutzt?

Wir haben selbst gestaunt über das große Interesse. Immerhin steht das Lingnerschloss nach der Trauung im Kulturrathaus in der Königstraße an zweiter Stelle in der Gunst der Heiratswilligen. Die meisten Paare nutzen auch die Möglichkeit, nach der Trauung auf der Dachplattform noch ein Glas Sekt zu trinken. Von dort oben hat man ja eine grandiose Aussicht auf das Elbtal.

Wie viele Brautpaare haben sich denn bislang das Ja-Wort gegeben?

2015 waren es insgesamt 76. Geheiratet wird in aller Regel sonnabends. Pro Tag können sich fünf Brautpaare im Stundenabstand trauen lassen.

Gibt es für dieses Jahr noch freie Termine?

Einige wenige Lücken haben wir noch. Inzwischen haben sich schon die ersten Bewerber für 2017 gemeldet. Den Termin muss man sich auf dem Standesamt an der Goetheallee holen. 200 Euro kostet die Trauung im Lingnerschloss

Welche Veranstaltungen bieten Sie in diesem Jahr noch an?

Eine ganze Menge. Seit zehn Jahren gibt es jeden Freitagabend "Kleinkunst mit Panoramablick". Das können musikalisch umrahmte Vorträge, Liederabende, Kammerkonzerte, Kabarettprogramme sein. Abgesehen davon gibt es die Möglichkeit, im Lingnersalon die Ausstellung über den Odol-König zu besichtigen und anschließend auf die Dachplattform zu steigen, die bis zu 100 Personen Platz bietet. Das kostet drei Euro pro Person. Und bieten wir Schlossführungen, Yoga und Lesungen an.

Wie viel wird die Sanierung des Lingnerschlosses insgesamt kosten?

Als wir 2003 den Erbbaupachtvertrag mit der Stadt geschlossen haben, sind Experten davon ausgegangen, dass wir zehn Millionen Euro brauchen werden, um das Schloss und die vier Nebengebäude - Torhaus, Schweizerhaus, Lingnersches Mausoleum und Bergstation der ehemaligen Seilbahn - zu sanieren bzw. zu restaurieren. Wir werden wahrscheinlich am Ende bei 15 Millionen Euro liegen. Im Moment sind wir bei 13 Millionen Euro. Inzwischen haben wir mit den Einnahmen aus Veranstaltungen, Mitgliedsbeiträgen und Spenden etwa 300 000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Dazu kommen noch öffentliche Fördermittel und Zuwendungen von Privatstiftungen, so dass wir insgesamt bei etwa 500 000 Euro pro Jahr liegen. Demnach würden wir spätestens in vier Jahren fertig. Ich hoffe aber, dass wir es eher, vielleicht schon in zwei oder drei Jahren, schaffen. Das hängt aber davon ab, wie die Spendengelder fließen.

Wie weit ist die Sanierung vorangeschritten?

Die Nebengebäude sind komplett saniert, ebenso Dach und Fach des Schlossgebäudes. Was den Innenausbau betrifft, sind inzwischen das gesamte Kellergeschoss und das Dachgeschoss, der Lingnersche Salon im Erdgeschoss, der Kinosaal im Obergeschoss, der Ost- und der Westflügel, diverse Nebenräume und die Dachplattform fertig. Was jetzt noch bleibt, sind die Salonräume im Obergeschoss mit Kaminzimmer und ehemaliger Bibliothek. Die Glasveranda im Obergeschoss wird zugunsten eines offenen Balkons verschwinden. Vielleicht schaffen wir das alles bis Jahresende.

Was ist mit dem Festsaal im Erdgeschoss?

Dort soll es ab Mitte des Jahres losgehen. Lingner hat früher in diesem Saal Orgel gespielt. Der Festsaal wird auf die doppelte Größe erweitert und soll später 160 Sitzplätze bieten.

Wann können Besucher mit der Seilbahn vom Körnerweg hinauf zu den Lingner-Terrassen fahren?

Das ist noch vollkommen ungewiss. Die Bergstation ist zwar schon fertig, und es gibt eine Baugenehmigung für die Bahn. Wenn uns jemand über den Weg läuft, der viel Geld übrig hat, könnten wir in 15 Monaten eine Seilbahn bauen - als dritte Bahn am Loschwitzer Elbhang. Sie würde auf Schienen fahren, im ersten Abschnitt unterirdisch und dann durch den Weinberg bis zur Terrasse hoch. Acht Leute hätten in der Bahn Platz. Knapp 150 Meter lang wäre die Strecke. Etwa anderthalb Millionen Euro würde der Bau noch kosten. Vielleicht zwei Euro müssten Besucher dann löhnen, um hinauf und wieder hinunter zu fahren.

Gespräch: Katrin Richter

www.lingnerschloss.de

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