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Geheimnisverrat und Hausverbot - Streit um Rektorspende für den Dresdner Studentenrat

Geheimnisverrat und Hausverbot - Streit um Rektorspende für den Dresdner Studentenrat

Im Studentenrat (StuRa) der TU Dresden muss man sich in diesen Tagen mit dem Rektor auseinandersetzen. Der Unterschied zu sonst: Hans Müller-Steinhagen will den Studenten Geld geben – einfach so und auch noch aus seiner eigenen Tasche.

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Im Studentenrat der TU Dresden gibt es Streit um eine Spende des Hochschulrektors.

Quelle: Dominik Brüggemann

740 Euro hat er auf seiner Geburtstagsfeier am 22. Februar gesammelt, um sie anschließend dem StuRa zu spenden. Die Gäste sollten lieber Geld für den guten Zweck schenken und auf die üblichen Staubfänger als Gastgeschenk verzichten, hatte der Rektor damals angekündigt.

Ein nobler Gedanke, der derzeit trotzdem Wellen schlägt. Als die Geschäftsführung des StuRas die Spende in der vergangenen Woche besprechen wollte, kam es zu einem Eklat. Ein Student, der zufällig der Versammlung beiwohnte, weil er einen Antrag vorzustellen hatte, bekam den Tagesordnungspunkt mit und beschwerte sich über den untransparenten Umgang mit der Spende. Wie der StuRa mitteilt, wurde daraufhin beschlossen, dass bei der StuRa-Sitzung am Donnerstag in dieser Woche endgültig über die Annahme entschieden wird.

Als in den kommenden Tagen die Universitätszeitungen „ad-rem“ und „caz“ bereits von der Spende wussten und beim StuRa Anfragen stellten, fragte man sich in der StuRa-Baracke, wer diese sensiblen Informationen nach Außen getragen hat. Der Verdacht fiel schnell auf den unbequemen Fragensteller gegen den, wie der StuRa bestätigt, unverzüglich ein Hausverbot ausgesprochen wurde. Nach Aussage von StuRa-Sprecherin Janin Volkmann sei diese Entscheidung auf der Basis eines reinen Verdachtmomentes getroffen worden.

„Ich bin der Meinung, dass durch die Rektorspende die Unabhängigkeit des StuRa beeinträchtigt sein könnte und dass man das Geldgeschenk nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit annehmen darf. Diese Meinung hab ich geäußert und im Nachhinein keinerlei Informationen weitergetragen. Dass gegen mich nun auf Verdacht ein Hausverbot ausgesprochen wird, finde ich unbegreiflich“, sagt der Student, der wegen der harten Reaktion seiner Interessenvertretung lieber unerkannt bleiben möchte.

Beim StuRa hält man sich vor der endgültigen Entscheidung am Donnerstag mit Kommentaren zurück. „Wir bestätigen die Spendenbereitschaft des Universitätsrektors und machen keine weiteren Angaben zur Sache“, sagt StuRa Vorsitzender Andreas Spranger. Die Unabhängigkeit des StuRas sei in jedem Fall gewährleistet, da Spenden immer zweckgebunden seien, so StuRa-Sprecherin Janin Volkmann.

An den Rektor selber sei noch keine Kritik an der Spendenpraxis herangetragen worden, so die Universitätsleitung. „Die Idee, in diesem Jahr die Spenden anlässlich meines Geburtstages dem StuRa zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der StuRa-Baracke zukommen zu lassen, ist ausschließlich Ausdruck meiner Wertschätzung für die Arbeit des StuRa“, sagt Steinhagen. Ihm sei es bei der Spende explizit nicht um eine Unterstützung der hochschulpolitischen Arbeit gegangen, sondern um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der StuRa-Baracke.

hh

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