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Gebäudemängel: Muss die marode Neue Mensa an der TU Dresden bald schließen?

Gebäudemängel: Muss die marode Neue Mensa an der TU Dresden bald schließen?

Die Neue Mensa in der Bergstraße bewegt wieder einmal die Gemüter. So kamen in den vergangenen Tagen Gerüchte auf, dass das marode Gebäude bald geschlossen werden muss, weil es nicht mehr sicher ist.

TU-Rektor Hans Müller-Steinhagen soll das Thema im Senat der Universität erst kürzlich angesprochen haben. Gegenüber den DNN stellt er aber klar:

"In enger Absprache mit dem Studentenwerk gehe ich davon aus, dass die Neue Mensa nicht geschlossen wird, bevor eine Alternative entwickelt ist, die es ermöglicht, die Studierenden mit Essen zu versorgen." Allerdings drängt die Zeit. So haben Mitarbeiter und Studenten in den vergangenen Monaten vermehrt über Mängel in dem 1981 eröffneten Gebäude berichtet.

Unter anderem habe es Wassereinbrüche gegeben, die ihre Spuren an den Decken hinterließen. Zudem sei die Lüftungsanlage und die gesamte Hauselektronik vollkommen verschlissen. Auch beim Studentenwerk, das die Mensa betreibt, ist man sich der Problematik bewusst.

"Die bauliche Substanz des Hauses und die gesamte Gebäudetechnik ist in so schlechtem Zustand, dass ein Weiterbetrieb der Mensa über mehrere Jahre nicht sichergestellt werden kann", sagt Geschäftsführer Martin Richter. Zu dieser Einschätzung kam übrigens das sächsische Wissenschaftsministerium bereits 2005. Aus diesem Grund sollte 2008 eigentlich die Sanierung starten. Weil der Freistaat aber keine Schulden machen wollte, wurde das Projekt immer wieder verschoben. Auch im aktuellen Doppelhaushalt 2013/2014 sind keine Mittel dafür eingestellt.

Dass dies ein großer Fehler ist, denkt der Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Gerstenberg von den Grünen: "Ich halte es für unverantwortlich, dass die Mensa in ihrem derzeitigen Zustand betrieben wird." Schwerwiegende Mängel des Hauses, wie zum Beispiel im Bereich des Brandschutzes, könnten nicht länger akzeptiert werden.

"Wir riskieren sonst die Schließung und müssen dann kurzfristig für 4500 Studenten, die die Mensa täglich nutzen, einen Ersatz organisieren", so Gerstenberg. Er plädiert deshalb dafür, die Mittel im sächsischen Haushalt umzuschichten und so schnell wie möglich mit der Sanierung zu beginnen.

Als er Finanzminister Georg Unland (CDU) Mitte März per Parlamentsanfrage mit dem Problem konfrontierte, erhielt er nur die Antwort, dass die Mängel zwar mittelfristig zu einer Schließung der Mensa führten, aber kurzfristig kein akutes Risiko bestehe.

Hinter den Kulissen überlegt das Studentenwerk dennoch, wie es weitergehen könnte, falls das Gebäude kurzfristig nicht mehr zur Verfügung stünde oder die für die Sanierung notwendigen 21 Millionen Euro doch noch genehmigt werden sollten. Wie Geschäftsführer Martin Richter mitteilte, arbeite das Studentenwerk an einer Interimslösung, um die Studenten und Uni-Mitarbeiter weiter mit Essen versorgen zu können. Aber auch dafür sei die Finanzierung noch ungeklärt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.03.2013

Stephan Hönigschmid

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