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Gebäudekomplex an Schweriner Straße wird trotz der Brandstiftung saniert

Gebäudekomplex an Schweriner Straße wird trotz der Brandstiftung saniert

"Meterhoch schlugen in den gestrigen Morgenstunden die Flammen aus diesem leerstehenden Wohnhaus an der Schweriner Straße", schrieben die DNN am 17. August 2012. "Als die Feuerwehr eintraf, stand das Dach des Fünfgeschossers schon lichterloh in Flammen, das Feuer griff auf darunter liegende Geschosse über.

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Die Spuren des Brandes sind deutlich zu sehen. Die Schweriner Straße ist zwischen Löbtauerstraße und Könneritzstraße noch immer gesperrt.

Quelle: Monika Löffler

Im Anschluss sperrte die Polizei die Schweriner Straße zwischen Löbtauer Straße und Könneritzstraße." Dieser Straßen-Abschnitt ist noch immer gesperrt.

Feuerteufel hatten da offenbar gezündelt. Das Haus ist baufällig und steht seit langem leer. Vielleicht haben es sich der oder die zündelnde(n) Chaot(en) deshalb ausgesucht. Allerdings hatten auch andere Menschen das Gebäude im Fokus. Nur während die einen in blinder Zerstörungswut für Schmuddelecken sorgen, machen sich andere Gedanken, wie sie beseitigt werden können.

Die F&H Bauträger GmbH Dresden will den Häuserkomplex an der Schweriner Straße/Roßthaler Straße ausbauen und hat schon viel Zeit, Geld und Arbeit in das Projekt investiert - die Planungen laufen seit langem. Die drei Häuser, gebaut um 1900, sollen für 2,5 Millionen Euro aufwendig saniert werden. Insgesamt sind 62 Apartments in den Gebäuden geplant, schicke Ein- bis Drei-Raum-Wohnungen, dazu Stuckverzierung in den Treppenhäusern. Ein Haus wird barrierefrei und schwellenlos ausgebaut. Ins Erdgeschoss soll ein Geschäft rein. Alles ist schon lange geplant. Nun der Rückschlag.

Aufgegeben, so F&H-Geschäftsführer Frank Bertram, wird das Projekt nicht. "Wir bauen und sanieren weiter. Die Sache ist sehr ärgerlich, aber damit müssen wir leben. Jetzt muss zunächst das Gebäude gesichert, müssen alle Fragen mit der Versicherung geklärt werden, dann geht der Baualltag weiter." Noch vor dem Winter kommen die Dächer auf die Häuser. Im Sommer nächsten Jahres soll der Komplex fertig sein. Dann können bald die Mieter einziehen. "Es gibt schon mehrere Anfragen. Die Häuser sind zentral gelegen, die Infrastruktur stimmt. Bus, Bahn und Zug fahren praktisch vor der Haustür. Die Grundrisse der Wohnungen sind optimal und die Häuser einfach wunderschön", erzählt Bertram begeistert. Bei alten Häusern kommt er ins Schwärmen. Wo Otto Normalverbraucher nur Ruinen sieht, sieht er die Substanz und Schönheit der alten Gebäude und das, was man daraus machen kann. Und er und sein Team haben schon oft aus Bruchbuden richtige Schmuckstücke gezaubert. "Wir wollen was Schönes für Dresden machen", sagt er.

Nicht nur die Häuser, auch das Umfeld rund um den Gebäudekomplex bekommen ein neues Gesicht. Mit EU-Mitteln wird ein Spielplatz gebaut und die Brache hinter den Häusern, an der Löbtauer Straße, verschwindet bald. Das Grünflächenamt der Stadt will das Areal für 70 000 Euro zu einer kleinen Parkanlage umgestalten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.09.2012

ml

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