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Gastro Ahoi! - Die Sächsische Dampfschiffahrt will Einnahmen mit eigener Gastronomie steigern

Gastro Ahoi! - Die Sächsische Dampfschiffahrt will Einnahmen mit eigener Gastronomie steigern

Dass gutes Essen an Bord wichtig für die Stimmung der Besatzung ist, wussten schon die alten Seefahrer. Nun sind die Gäste der Sächsischen Dampfschiffahrt weder dem Hungertod geweiht noch schippern sie wochenlang der großen Ungewissheit entgegen.

Von Katrin Tominski

Trotzdem legt die Sächsische Dampfschiffahrt in Zukunft besonderes Augenmerk auf die Verpflegung an Bord seiner Flotte. Um die Einnahmen zu steigern, gründet sie jetzt ein eigenes Gastronomie-Tochterunternehmen. Dieses soll in Zukunft die Passagiere auf allen Linien- und Charterfahrten mit Essen und Getränken versorgen. "Wir sehen wichtige Synergien und Potenziale, die dafür sprechen, das Catering in Eigenregie zu führen", erklärte Geschäftsführer Sebastian Meyer-Stork. Er erhofft sich mit der strategischen Entscheidung zusätzliche Einnahmen, um die Risiken in der Dampfschiffahrt besser abfedern zu können. "Wir sind sehr stark vom Wetter und vom Wasserstand abhängig", erklärte der Geschäftsführer. "Innerhalb dieses Stammgeschäftes haben wir keine nachhaltigen Wachstumschancen."

Das soll nun anders werden. Etwa vier Millionen Euro Umsatz hat die Schiffsgastronomie unter der Federführung des Dresdner Hilton-Hotels im vergangenen Jahr eingespielt. Die Gewinnmargen lagen im ein- bis zweistelligen Bereich. Diese Summen könnten nun direkt in den Topf der Dampfschiffahrt fließen. "Die Gastronomie ist ein lukratives Geschäft", erklärte Olivier Harnisch, Geschäftsführer der Schiffsgastronomie des Hilton-Hotels. "Wir bedauern die Entscheidung der Dampfschiffahrt, den Vertrag nicht zu verlängern." Das Catering auf der Weißen Flotte sei für Hilton weltweit etwas Einmaliges gewesen. Das Hilton-Tochterunternehmen "flotte Schiffsgastronomie GmbH" verpflegt die Gäste auf der Elbe seit 1998 mit Speisen und Getränken. Der Vertrag läuft jedoch Ende dieses Jahres aus.

Die neue Dampfschiffahrts-Tochter soll sich dann ab 2013 um die kulinarischen Belange der Gäste kümmern. Die bisherigen acht Festangestellten von Hilton werden nach Angaben des Unternehmens übernommen. Auch die knapp 90 Saisonarbeiter sollen weiter zu gleichen Konditionen beschäftigt werden. "Wir sehen kein Grund, an einem bewährten Modell etwas zu ändern", sagte Jeffry Pötzsch. Er wird der Geschäftsführer der neuen Tochtergesellschaft. Derzeit bekommen Saisonarbeiter zwischen sieben und acht Euro pro Stunde. Auch für die Gäste wird sich Pötzsch zufolge vorerst nichts ändern. Er verspricht: "Wir halten die Preise auf gleichem Niveau." Pro Saison werden auf den Schiffen etwa 30 000 Eierschecken, sieben Tonnen Wiener Würstchen und 250 000 Gläser Bier verkauft. Durchschnittlich lässt ein Gast etwa 5,70 Euro auf der Elbe. Die größten Einnahmen erhofft sich Meyer-Stork durch die Gastronomie während der Charterfahrten. Überschüsse werden dringend gebraucht. "Nach 20 Jahren sind neue Investitionen an den Schiffen erforderlich", sagte Meyer-Stork.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.04.2012

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