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G7-Gipfel der Finanzminister in Dresden: Viel Polizei in der Altstadt - Protest auf dem Neumarkt

G7-Gipfel der Finanzminister in Dresden: Viel Polizei in der Altstadt - Protest auf dem Neumarkt

In Sachsens Landeshauptstadt scheint der Ausnahmezustand zu herrschen. Anlässlich des G7-Gipfels der Finanzminister werden große Bereiche der Dresdner Altstadt von der Polizei gesichert.

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Die Organisation ONE ließ auf dem Neumarkt die Köpfe der Staats- und Regierungschefs steigen.

Quelle: Hauke Heuer

Sperrungen im Innenstadtbereich gab es am Mittwochnachmittag und am Abend aber kaum. Lediglich der Bereich rund um das Taschenbergpalais ist total abgeriegelt. Allerdings ist die Polizeipräsenz auf den Straßen denkbar hoch. Tausende Beamte aus Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg sind im Einsatz. Auf den Balkons des Schlosses haben Scharfschützen ihre Positionen eingenommen. Auch Polnische Polizisten beteiligen sich am Einsatz.

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Am Donnerstag begannen im Schloss die offiziellen Beratungen

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Wie viele Beamte konkret in Dresden aktiv sind, will die Polizei erst am späten Abend mitteilen. Bisher habe es keine Vorfälle gegeben, so Polizeisprecher Thomas Geithner am Rande des Einsatzes.

Bis zum Mittag waren bereits drei Delegationen angereist, die am Gipfel in Dresden teilnehmen. Nach der Landung auf dem Dresdner Flughafen wurden sie von der Polizei zum Tagungsort gelotst. Hierbei gab es keine Straßensperrungen.

Eine erste Protestaktion gab es am Nachmittag auf dem Neumarkt. Mitglieder der Lobby-Organisation ONE ließen sieben überdimensionale Luftballons mit den Konterfeiten der G7 Staats- und Regierungschef aufsteigen. Die wurden in den Abendstunden von innen illuminiert. „Wir wollen mit der Aktion die Verantwortlichen dazu bewegen, die Entwicklungshilfe für die ärmsten Länder dieser Welt wieder auf die Agenda der internationalen Finanzpolitik zu heben“, sagte Constanze Zöllner, Jugendbotschafterin der Initiative aus Dresden. ONE fordert, dass ein Anteil von 0,7 Prozent des Bruttoinlandprodukts eines jeden G7-Mitgliedlandes in die Entwicklungshilfe fließt. Bisher sind es nur 0,4 Prozent. „Darüber hinaus muss mehr Geld für die Bildung junger Frauen in Entwicklungsländern bereit gestellt werden. Das ist der Schlüssel für eine positive Entwicklung“, sagte die junge Diplom-Geografin, Zöllner.

Gegen 17 Uhr fand auf dem Neumarkt ein Flash-Mob der Initiative Erlassjahr.de statt. Ein Schuldenberg wurde symbolisch aufgeschichtet, während die Staatsoberhäupter in Liegestühlen ein Nickerchen hielten. Als die Schuldenlast zu groß wurde, klingelten die Wecker und die Regierungschefs wurden aus ihrem Schlaf gerissen. "Wir fordern ein faires Entschuldungsverfahren gerade für die Länder der südlichen Erdhalbkugel, wie Ghana oder Südafrika. Hier bahnt sich die nächste Schuldenkrise an", erklärte Mitorganisatorin Mara Liebal.

Ab 16 Uhr demonstrierte die LINKE unter dem Motto „Wir sind nicht nur G7. Wir sind 7 Milliarden“ auf dem Postplatz. Auch hier wurde mit den Gesichtern der Regierungschefs und Finanzminister gespielt. Schäuble und Co. saßen an einem langen Tisch und schoben sich gegenseitig symbolisch 500 Euro-Noten zu.

Generell blieb die Ressonanz auf die Protestaktionen gering. Auffallend wenige fanden den Weg in die Dresdner Innenstadt, um gegen das Treffen der Finanzminister zu demonstrieren.

Hauke Heuer

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